Gesa Werhahn

Weihnachtsbaum

Für Gesa Werhahn ist der Michel untrennbar mit Weihnachten verbunden – und der Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum.

Gesa Werhahn

Gesa Werhahn ist Chorleiterin und der Mädchenchor Hamburg singt im Michel. Ihr Vater hat früher als Förster den Weihnachtsbaum für den Michel geschlagen.

Weihnachtsbaum

Für Gesa Werhahn ist der Michel untrennbar mit Weihnachten verbunden – und der Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum.

Weihnachten begann in Gesa Werhahns Kindheit schon im Sommer. Mit ihrem Vater, damals einer der neun Hamburger Revierförster, war sie dann bereits in der gesamten Hamburger Umgebung zu einer ganz besonderen Mission unterwegs: der Suche nach dem perfekten Weihnachtsbaum für den Michel. Schön gewachsen musste er sein, auf keinen Fall schief oder mit großen Lücken, denn im Michel konnte ihn ganz Hamburg sehen: „Das hat meinen Vater sehr stolz gemacht.“

Wenn dann in der Woche nach dem 1. Sonntag im Advent der Weihnachtsbaum im Michel aufgestellt wurde, war das auch für Gesa Werhahn ein ganz besonders spannendes Erlebnis. „`Heute ist Micheltag´, hieß es damals zuhause im Forsthaus“, erinnert sie sich. Zusammen mit den Waldarbeitern ging es samt Baum in die Stadt. „Da der Baum so riesig war, wurde er in drei Teile geteilt und später wieder zusammengesetzt, sonst wären wir damit nicht um die Ecken gekommen“, erzählt sie weiter. Der Vater habe oben auf dem Dachboden ein Loch in die Decke gebohrt, um mittels einer Winde die Baumteile hochzukurbeln. „Das war eine Riesensache!“

Nach der Weihnachtszeit musste der Baum wieder abgebaut werden. „Dann wurde mit allen Mitwirkenden der Baum bei uns in der Försterei verbrannt und ein Wildschwein gebraten. Das Fest war eine Idee meines Vaters!“ Bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2003 wurde diese Tradition fortgeführt.

Für Gesa Werhahn ist der Michel immer noch mit diesen schönen Erinnerungen an ihren Vater verbunden, der mittlerweile verstorben ist. Und auch dem Michel blieb die Musikerin verbunden: Als Leiterin verschiedener Chöre ist sie immer wieder zu Gast im Michel: „Das hätte er sehr schön gefunden.“

Im elterlichen Haushalt spielte Musik nur eine indirekte Rolle, „aber wir sind vor allem mental immer gefördert worden“, erinnert sie sich. Alle Geschwister lernten das Klavierspielen – bei Gesa Werhahn blieb die Liebe zur Musik. Sie studierte Schulmusik und Klavier, Chorleitung und Geschichte. Heute unterrichtet die Oberstudienrätin am Albert-Schweitzer-Gymnasium Musik und Geschichte, leitet unter anderem den von ihr gegründeten Mädchenchor Hamburg an der Staatlichen Jugendmusikschule und ist Dozentin für Kinderchorleitung an der HfMT. Durch die Kooperation der Jugendmusikschule ist die Verbindung zum Michel eng.

Die Auftritte mit ihren Chören im Michel sind für die jungen Sängerinnen und Sänger immer etwas Besonderes, „vor allem zur Weihnachtszeit erfasst alle eine gewisse Festlichkeit“, sagt Gesa Werhahn. Der Konzertort Michel sei einer der schönsten Hamburgs, findet sie, „eine Herausforderung und Chance zugleich, den Raum gut zu nutzen.“ Mit den Fünftklässlern ihrer Schule kommt sie für ein großes Adventskonzert zum Quempassingen in den Michel, der Mädchenchor Hamburg singt bei der Krippenandacht am 2. Weihnachtstag und wird bei „Märchen im Michel“ zu sehen und zu hören sein. Wenn dann das Lametta sanft im Luftzug flattert, die Lichter im Baum glänzen und Tannenduft in der Luft liegt, dann ist Gesa Werhahn ihrem Vater wieder ganz nah.

Anke Frickmann

Lotsin

Diakonie und Michel? Das passt gut zusammen, findet Anke Frickmann. Seit dem 1. Juni ist sie als Diakonin für die Erwachsenenarbeit und die sozialdiakonischen Angebote an St. Michaelis tätig – und hat eine Menge vor.

Anke Frickmann

Bild: Dmitrij Leltschuk

Lotsin

Diakonie und Michel? Das passt gut zusammen, findet Anke Frickmann. Seit dem 1. Juni ist sie als Diakonin für die Erwachsenenarbeit und die sozialdiakonischen Angebote an St. Michaelis tätig – und hat eine Menge vor.

Im Micheltreff steht Anke Frickmanns Tür immer offen. Manche der Besucherinnen und Besucher wollen nur kurz Hallo sagen, andere kommen mit ihren Sorgen oder praktischen Anliegen zur Leiterin des Micheltreffs. Ansprechbar zu sein, präsent und verlässlich, das ist der 60-Jährigen wichtig. „Diakonie bringt Menschen zusammen, sie schafft Netzwerke. Das, was Menschen beschäftigt, bekommt hier einen Raum.“

Am Michel hat sie für ihre Arbeit ein solides Fundament vorgefunden, gestaltet von ihrem Vorgänger Simon Albrecht, der an St. Michaelis eine neue Aufgabe als Geschäftsleiter der Hauptkirche übernommen hat. Darauf kann sie aufbauen und Neues entwickeln. „Ich habe mich gefragt: Wie können wir das weiter erschließen, was wir zu bieten haben? Was ist meine Aufgabe?“, sagt sie und gibt die Antwort gleich selbst: „Ich werde Gastgeberin sein – nicht nur für Kaffee und Kuchen, sondern als Ansprechpartnerin und als Koordinatorin für die Gestaltung von Themen, die die Besucherinnen und Besucher bewegen.“

Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit wird auf dem Thema „Leben im Alter“ liegen, das sie gemeinsam mit Pastorin Corinna Senf gestalten wird. „Gerade die Versorgung im Alter beschäftigt die Menschen – wo komme ich hin, wenn ich alt bin?“ Anke Frickmann sieht sich in einer Lotsenfunktion: Sie organisiert Informationsveranstaltungen, macht mit einer regelmäßigen diakonischen Sprechstunde Gesprächsangebote und vermittelt bei Bedarf praktische Hilfe. Die Leitung des Secondhand-Ladens Jack un Büx gehört ebenfalls zu ihren Aufgaben; auch hier möchte sie das Angebot erweitern und Menschen für ein Engagement gewinnen. „Wir geben ihnen die Gelegenheit zu tätiger Hilfe“, sagt sie und findet, dies sei auch eine Möglichkeit, den Ruhestand sinnvoll zu gestalten – in Gemeinschaft im Ehrenamt.

„In der diakonischen Arbeit verbinden sich Soziales und Seele,“ findet sie. „Der Glaube bekommt ein Gesicht, er wird lebendig und gegenseitig. Glaube braucht Beziehung, ein Gegenüber.“ Die diakonische Arbeit hat sie mit ihren Ausbildungen zur Erzieherin und Krankenschwester von Grund auf gelernt. Sie studierte Sozialarbeit und Diakoniewissenschaften, machte Weiterbildungen u.a. zur Prädikantin, geistlichen Begleiterin und systemischen Beraterin. Mehr als 30 Jahre war sie in den von Bodelschwinghschen Stiftungen Bethel tätig. 

Am Michel beeindrucke sie die Offenheit und Toleranz: „Die Selbstverständlichkeit, mit der Obdachlose am Michel übernachten können, hat mich sehr überrascht.“ Diakonie bedeutet für Anke Frickmann unmittelbare, praktische Nächstenliebe, die direkt wirksam ist – das hat sie am Michel gefunden: „Es ist ein Geschenk, hier zu sein.“

Margret Jung

Gottvertrauen

Mit 90 Jahren hat Margret Jung einen vollen Terminkalender. Beruflich war sie weltweit unterwegs, doch ihre Heimat hat sie am Michel gefunden.

Margret Jung

Gottvertrauen

Mit 90 Jahren hat Margret Jung einen vollen Terminkalender. Beruflich war sie weltweit unterwegs, doch ihre Heimat hat sie am Michel gefunden.

„Guten Tag, mein Name ist Jung, aber ich bin alt“, sagt Margret Jung zur Begrüßung und lächelt schelmisch. An diesem Tag hat sie noch einige Termine – und auch sonst noch viel vor: „Ich werde bestimmt 100 Jahre alt!“

Margret Jungs Energie und Lebensfreude wirken ansteckend. Dabei wurde – wie bei vielen Menschen ihrer Generation – ihr Leben vom Krieg geprägt. Beim Feuersturm 1943 wurde die Familie ausgebombt, der Vater kam erst nach drei Jahren in russischer Kriegsgefangenschaft frei: „Ich hatte große Angst, dass er nicht wiederkommen würde.“ Vater und Tochter standen sich nah: „Mein Vater hat mich sehr geprägt. Er war in der Heilsarmee und hat vielen geholfen. Christlich sein, auch im Beruf, das war sein Leben.“

Für die Familie blieb auch die Zeit nach dem Krieg schwierig: „Wir lebten mit sechs Personen in zwei Zimmern. Meine Mutter hatte zu schaffen mit uns vier Kindern.“ Margret Jung wollte raus: „Ich wollte lernen und selbstständig sein.“ Also wurde sie Krankenschwester – und begann zu reisen, „weil ich die Welt sehen wollte.“ Ihre erste Station war England: „Da habe ich auf der geriatrischen Frauenstation gearbeitet und Englisch bei netten alten Ladies gelernt!“

Weiter in die Welt ging es mit viel Gottvertrauen, zunächst nach Südafrika und von da aus rund um den Globus. Margret Jung lebte unter anderem in Tansania und im Jemen, in Saudi-Arabien, Kanada und Australien und baute als Entwicklungshelferin Krankenhäuser in Krisenregionen auf. 

Geholfen hat ihr in der Fremde der Tipp einer Ausbilderin, sie solle sich einer Organisation anschließen. Margret Jung fand Anschluss in methodistischen Gemeinden rund um die Welt, „da hatte ich ein familiäres Leben. Eine eigene Familie wollte ich nie.“ Sie spricht fließend Englisch und Arabisch, hält heute per Internet und Handy Kontakt. 

Einen besonderen Platz in ihrem Herzen hat bei der 90-Jährigen jedoch seit Jahrzehnten der Michel. Nach langen Jahren im Ausland kehrte sie an diesen Ort ihrer Kindheit zurück. 30 Jahre lang lebte sie in der Peterstraße als seine Nachbarin, hörte täglich die Glocken und den Türmer. Vier verschiedene Hauptpastoren habe sie erlebt, sagt sie. Vor allem schätzt sie die Offenheit des Michel, der für alle da ist – auch für Menschen in der Fremde: „Kirche trägt, sie ist ein Geländer, das in der ganzen Welt Halt gibt.“

 

 Ehepaar Ziemann

Schlüssel

Im Michel überraschte Thorsten Ziemann seine Partnerin mit einem ganz besonderen Heiratsantrag am Altar. 

 Ehepaar Ziemann

Das Ehepaar Ziemann, der Heiratsantrag fand beim Rettungsring-Gottesdienst im September 2021 statt

Schlüssel

Im Michel überraschte Thorsten Ziemann seine Partnerin mit einem ganz besonderen Heiratsantrag am Altar. 

Den Verlobungsring hatte Thorsten Ziemann an diesem Tag für alle Fälle in der Tasche. Eigentlich hatte der 56-Jährige kein zweites Mal heiraten wollen, das hatte er seiner Freundin Natascha immer gesagt. Doch nun wollte er sich ein Herz fassen und sie fragen, ob sie ihn will. Im Michel, öffentlich, vor vielen Menschen. „Aufgeregt war ich schon“, sagt der Hamburger.

Im Leben der beiden spielt der Michel eine wichtige Rolle im Leben. Lächelnd zeigt Thorsten Ziemann sein Handy vor: Das Hintergrundbild ist die Krypta. Da kann Natascha Ziemann mithalten: Ihr Profilbild zeigt den Michelturm. „Der Michel gehört einfach dazu“, finden beide. „Er ist unser Anker, unser Draht nach oben.“

An 19. September 2021, diesem besonderen Tag, waren sie nicht zufällig im Michel, sondern als geladene Gäste des Abschluss-Gottesdienstes zur Rettungsringaktion. Die Hafenbetriebe hatten unkompliziert bei einer Spendenaktion geholfen, als die Corona-Pandemie den Michel in finanzielle Not gebracht hatte. Auch die Flint-Werft, damals Arbeitgeber von Natascha Ziemann, hatte für die Rettungsring-Aktion einen Original-Rettungsring zur Verfügung gestellt, der mit vielen anderen lange Monate im Michel hing. Nun wollte der Michel Danke sagen

Nach dem Gottesdienst versammelten sich die Gäste mit ihren Rettungsringen zum Abschlussfoto auf der Empore. „Da sehe ich, wie Thorsten sich mit Hauptpastor Röder unterhält und denke mir: Was macht der Kerl da?“, erzählt Natascha Ziemann. Thorsten grinst: „Ich habe den Pastor gefragt, ob ich vor dem Altar einen Heiratsantrag machen darf.“ Und was hat Alexander Röder geantwortet? „Dafür selbstverständlich gern!“

So fand sich Natascha Ziemann ahnungslos im Altarraum wieder und war völlig überrascht, als Thorsten sie bat, seine Frau zu werden. „Da hätte ich ja gar nicht nein sagen können!“

Im April 2023 haben die beiden standesamtlich in Jork geheiratet, „da waren wir 2000 Tage ein Paar.“ Im August 2024 sorgte dann Natascha für eine weitere gelungene Überraschung. „Es gab die Möglichkeit, sich in der St. Nikolai-Kirche in Finkenwerder spontan segnen zu lassen“, erinnert sie sich. Auch diese Überraschung gelang. „Damit hatte diesmal ich nicht gerechnet“, sagt Thorsten – und auch nicht, welchen Bogen beide damit erneut zum Michel schlagen würden: Die Pastorin, die sie in Finkenwerder damals segnete, war Corinna Senf, seit Mai 2025 als Gemeindepastorin am Michel tätig.  

 „Du brauchst keine Kirche, um eine Verbindung zu Gott zu haben“, sagt Thorsten Ziemann. „Es sei denn, es ist der Michel! Er ist für mich der Schlüssel zum Himmel“ – und zum ganz irdischen Eheglück.

 Die Brüder vom Bau

Teamarbeit

Vertrauen ist hier Familiensache: Bei der Sanierung des Michel-Gesimses geht es für zwei Brüder hoch hinaus. 

 Die Brüder vom Bau

Die Malerarbeiten am Sims der Hauptkirche St. Michaelis

Teamarbeit

Vertrauen ist hier Familiensache: Bei der Sanierung des Michel-Gesimses geht es für zwei Brüder hoch hinaus. 

Der Korb des Hubsteigers schwankt bedenklich in der steifen Brise, die vom Hafen zum Michel heraufweht. Kernbohrer Patrick Jungmann, der hier in 40 Metern Höhe an der Fassade der Hauptkirche arbeitet, braucht dafür eine gehörige Portion Gottvertrauen – und einen großen Bruder, der den Korb ausfährt und lenkt.

Während der 30-Jährige mit schwerem Gerät auf der luftigen Baustelle arbeitet, sorgt sein 10 Jahre älterer Bruder Dennis Hack neben ihm an der Schaltkonsole des Hubsteigers dafür, dass er dabei sicher aufgehoben ist. „Wir arbeiten immer im Team“, sagen die beiden. 

Die Arbeit als Bauwerksmechaniker ist schmutzig, körperlich anstrengend und gefährlich – auch am Michel. Über mehrere Monate bohrte Dennis schon mit einem Kollegen bei Wind und Wetter hoch über dem Michelplatz bis zu 1,5 Meter lange Metallstangen zur Verstärkung des Gesimses ein.

 Angst können sie sich dabei nicht leisten, gehörigen Respekt vor den Risiken haben sie schon. „Wir achten auf unsere Sicherheit und tun alles, um abends heil nach Hause zu kommen“, sagt Dennis. 

Schon der Vater der beiden hatte als Bauwerksmechaniker gearbeitet. Sie wussten also, was auf sie zukommen würde – und können sich trotzdem keinen besseren Job vorstellen. „Wir lernen viele interessante Gebäude kennen und entdecken dabei ihre Geheimnisse,“ sagt Patrick und strahlt wie ein kleiner Junge: „Das hat schon was.“

Für die beiden handfesten Hamburger Jungs ist es eine besondere Ehre, am Michel arbeiten zu dürfen. „Der Michel ist das Wahrzeichen Hamburgs, immer in der Skyline präsent – und zu seinem weiteren Erhalt beitragen zu dürfen, macht uns sehr stolz. Unser Schweiß und Blut kleben daran! Das wirst du später mal deinen Enkelkindern erzählen können“, ruft Dennis lachend seinem Bruder Patrick zu.

Die besondere Atmosphäre am Michel gefällt den beiden. „Alle sind sehr nett zu uns, die Kinder von der Kita winken uns begeistert zu und nur selten beschwert sich jemand über den Lärm“, erzählt Dennis. Patrick erinnert sich an eine ältere Dame, die ihn auf seine Arbeit ansprach. „Obwohl sie nur eine kleine Rente hat, spendet sie regelmäßig für den Erhalt des Michel“, sagt er und ist spürbar berührt.

 2023 hatten sie ihren ersten Einsatz am Michel, seither sind sie regelmäßig dort, denn die Sanierungsarbeiten am Gesims und am Turm werden sie noch eine Weile beschäftigt halten. Für Patrick und Dennis ist das eine erfreuliche Perspektive, denn auch für sie bedeutet der Michel ein Stück Heimat.  „Und außerdem“, ergänzt Patrick mit leuchtenden Augen, „haben wir hier den Arbeitsplatz mit der schönsten Aussicht auf Hamburg!“

Neele Fokken

Tradition

Premiere an St. Michaelis: Zum ersten Mal seit mehr als 300 Jahren übt mit Neele Fokken eine Frau das Amt des Michel-Türmers aus. 

Neele Fokken

Tradition

Premiere an St. Michaelis: Zum ersten Mal seit mehr als 300 Jahren übt mit Neele Fokken eine Frau das Amt des Michel-Türmers aus. 

Neele Fokken weiß noch genau, wann ihre Liebe zum Michel begann: in der 10. Klasse mit einer Klassenfahrt aus ihrer Heimatstadt Leer nach Hamburg. „Wir sind damals auf den Turm gestiegen – das fand ich sehr beeindruckend“, erinnert sich die 27-Jährige. Dass sie später einmal als Michel-Türmerin dort oben stehen würde, hätte sie sich damals nicht träumen lassen. 

An 365 Tagen im Jahr spielen die Türmer auf dem 7. Turmboden des Michel Choräle in alle vier Himmelsrichtungen, auch bei Sturm, Regen oder Schnee. Neele Fokken teilt sich dieses Amt mit dem langjährigen Türmer Josef Thöne. Werktags erklingen die Choräle um 10 Uhr und um 21 Uhr, an Sonn- und evangelischen Feiertagen mittags um 12 Uhr. Der öffentliche Auftritt erfordert Mut: „Der Druck ist hoch, denn man muss immer gut spielen. So eine Trompete ist laut, die hört man im ganzen Quartier gut!“  

Die Anwohner der Hauptkirche schätzen die Verlässlichkeit der Türmer, nach denen sie ihre Uhren stellen könnten, und freuen sich über den Gruß vom großen Nachbarn Michel. Der tägliche Choral ist eine mehr als 300-jährige Tradition. „Die Beständigkeit, die dieses kulturelle Erbe ausstrahlt, beeindruckt mich sehr, und es freut mich jedes Mal, wenn ich auf dem Turm den Choral blasen darf“, sagt die Musikerin und strahlt: „Das fühlt sich nicht wie Arbeit an!“

Der Grundstein für Neele Fokkens Leben mit Musik wurde früh gelegt. „Als ich klein war, hat mich meine Oma oft zu Konzerten mit in die Kirche genommen. So kam die Musik in mein Leben“, erzählt die Ostfriesin. Sie begann klassisch mit Klavierunterricht, „aber das war mir zu brav.“ Als sie in der Musikklasse ihres Gymnasiums eine Piccolotrompete hörte, war sie elektrisiert: „Das war mein Instrument!“ Dass ihr Lehrer sie bei ihrer für ein Mädchen ungewöhnliche Wahl unterstützte, hat sie nicht vergessen und ihren Berufswunsch geprägt. „Auch deshalb bin ich Pädagogin geworden.“

Nach Hamburg kam Neele Fokken zum Studium. Sie hat Trompete, Kulturmanagement und Grundschullehramt studiert und unterrichtet Musik und Trompete an einer Grundschule. Außerdem ist sie als Trompeten-Lehrerin an der Jugendmusikschule tätig. 

Mit Neele Fokken bekleidet zum ersten Mal eine Frau das Türmer-Amt und ist zuversichtlich, dass sie nicht die letzte sein wird: „Ich hoffe, dass ich ein Vorbild sein kann für andere Frauen und Mädchen, sich zu trauen, Trompete zu spielen – und dass das sogar in einem Traditionsamt wie dem Michel-Türmer möglich ist.“ 

 

Doris Vetter und Sarah Bieler

Entdeckerfreude

Mit großer Freude entdecken die Kinder der Singschule St. Michaelis den Michel. Nach den Einschränkungen der Pandemie ist das gemeinsame Singen eine Wohltat für die Kinder und aufregender Neustart für Chorleiterin Doris Vetter und Stimmbildnerin Sarah Bieler (v.r.n.l.). 

Doris Vetter und Sarah Bieler

Entdeckerfreude

Mit großer Freude entdecken die Kinder der Singschule St. Michaelis den Michel. Nach den Einschränkungen der Pandemie ist das gemeinsame Singen eine Wohltat für die Kinder und aufregender Neustart für Chorleiterin Doris Vetter und Stimmbildnerin Sarah Bieler (v.r.n.l.). 

Im Michel singen zu dürfen, ist für die Kinder der Singschule ein großes Erlebnis. „Sie sind regelrecht überwältigt vom Glanz, von der Helligkeit und den vielen Engeln“, berichtet Stimmbildnerin Sarah Bieler. Es sei ein besonderes Erlebnis, gemeinsam mit den Kindern die Geheimnisse des Michel zu entdecken. Lachend erzählt sie, wie oft sie mit den Kindern die Pfeifen der Orgel zählen musste oder wie groß das Staunen darüber ist, dass das Altarbild ein Mosaik aus tausenden Glassteinen ist. „Kinder sehen in allem den besonderen Moment“, findet die Musikerin. „Im Michel fühlen sie sich schnell zu Hause und willkommen.“ 

Nach der Zeit der strengen Corona-Regeln ist diese neue Leichtigkeit eine Wohltat für Kinder und Chorleitung. Nicht für alle ist das Umschalten leicht. Manche müsse man herauslocken, damit sie sich trauen, wieder laut zu sein, so Chorleiterin Doris Vetter. Bei den Proben ist nun bei allen die Freude an der Gemeinschaft wieder deutlich zu spüren. Die Kinder gehen begeistert mit Körper und Seele mit.  

Die beiden Chorleiterinnen lassen sich von der Entdeckerfreude der Kinder anstecken, denn auch für sie bedeutete das Ende der Pandemie einen Neustart in ihrer neuen Aufgabe am Michel. Die beiden verbindet die Freude an ihrer Aufgabe, den Kindern spielerisch Lust auf Musik zu machen, und die Chöre der Singschule weiter aufzubauen. Die so unterschiedlichen Frauen ergänzen sich blendend, auch in ihrer Rolle als Vorbilder für die Chorgemeinschaft.  „Wir sind ein gutes Team und leben es vor“, sagt Doris Vetter. „Wir wollen eine breite Basis schaffen, in der alle ihren Platz finden, Talente sich zeigen können und alle Kinder nach ihren Fähigkeiten gefördert werden.“ 


Doris Vetter sang im Kammerchor des Helmholtz Musikgymnasiums, der die halbe Welt bereiste und den Deutschen Chorwettbewerb in der Jugendkategorie gewann. Sie war an den Theatern von Baden-Baden, Bremen und Stralsund, bei den Eutiner und Rheinsberger und anderen Festspielen tätig. 2014 war sie musikalische Leiterin des Pop-Oratorium „Die 10 Gebote“, das u.a. am Michel aufgeführt wurde und 2015/16 Dirigentin des weltgrößten Kinderchorkonzertes „Young Voices“ mit 5.000 Kindern in der Barclaycard Arena Hamburg. 

Sarah Bieler ist Sängerin und Gesangspädagogin. Sie unterrichtet Gesang und Klavier und ist als Leiterin und Assistenz bei verschiedenen Kinderchören, unter anderem am Hamburger Konservatorium, tätig.

 Burmester

LEGO

Ein Jahr Bauzeit, viel Geduld und eine ruhige Hand: Malte und Christian Burmester haben den Michel aus Legosteinen gebaut. 

 Burmester

LEGO

Ein Jahr Bauzeit, viel Geduld und eine ruhige Hand: Malte und Christian Burmester haben den Michel aus Legosteinen gebaut. 

Er ist ein Michel der Superlative: 95.000 Lego-Steine fügen sich zu einem maßstabsgetreuen 2,68 Meter hohen Modell der Hauptkirche zusammen. Pünktlich zum Weihnachtsmarkt am Michel wird der „kleine Michel“ im Schatten der großen Kirche zu bewundern sein.

Mit gerade mal 16 Jahren fasste Malte Burmester einen kühnen Plan, etwas aus Legosteinen zu bauen, was es in dieser Form noch nicht gab: „Ich wollte etwas bauen, das noch keiner aus Lego gebaut hat!“ Seine Entscheidung fiel auf den Michel. „Er ist das Wahrzeichen Hamburgs und das Erste, was man in der Stadtsilhouette erkennt“, sagt der heute 22-Jährige.

Lego liegt Malte Burmester im Blut. Sein Vater Christian ist seit langem ein Enthusiast der kleinen Klebesteine und steckte mit seinem Hobby nach und nach die ganze Familie an. So kam eine stolze Steinesammlung zusammen, auf Vater und Sohn für ihre immer größer werdenden Projekte zurückgreifen konnten, oft ohne Anleitung. „Ich denke in Steinen“, erklärt Malte seine Arbeitsweise. 

Für den Michel aus Legosteinen ging Malte ganz systematisch vor. Immer wieder radelte der Schüler die mehr als 30 Kilometer lange Strecke zum Michel, fertigte Zeichnungen an, machte Fotos und erstellte so Referenzwerte für den richtigen Maßstab. Beim Michel um Hilfe bitten wollte Malte nicht, „wir waren ja noch nicht fertig und wollten uns nicht aufdrängen.“

Auch die Statik stellte den jungen Lego-Bauer vor Probleme: „Ich hatte überlegt, das Modell innen zu versteifen, damit man hineinschauen kann, aber das Gewicht ist zu groß, um freitragend zu bauen.“ Eine weitere Herausforderung war es, nur Lego-Elemente zu verbauen. Das ist gelungen, auch wenn Bauteile wie der Engel deshalb recht filigran geraten sind.

Vater Christian half dem jugendlichen Baumeister ab und zu bei seinem Großprojekt, was nicht immer nur harmonisch ablief. „Wir haben keinen Streit, aber zwei Meinungen, da kann es schon mal lauter werden“, erzählt Malte lachend. Gemeinsam ist den beiden Männern, die bei Lufthansa-Technik arbeiten, das technische Interesse und eine gute Feinmotorik. „Das hilft auf jeden Fall“, findet der Sohn.

Ein Jahr lang habe er – mit Unterbrechungen – am Michel gearbeitet, erzählt Malte. So lange stand der Michel im elterlichen Wohnzimmer und wuchs. Gebaut wurde in einzelnen Segmenten, und als der Michel die Decke erreichte, wichen seine Baumeister auf die Terrasse aus. 

Wenn er nicht als Michel-Botschafter auf Ausstellungen unterwegs ist, ruht der „kleine Michel“ in Segmente geteilt in Kisten in der Burmesterschen Garage. Sein Transport verlangt einiges an Logistik – und einen großen Transporter. Auch deshalb wünschen sich die beiden Erbauer, dass ihr Michel-Modell ein festes Zuhause findet: „Am liebsten natürlich beim Michel!“

 

Dr. Ing. Uwe Pfeiffer

Beständigkeit

Wenn Dr. Ing. Uwe Pfeiffer in Kirchen den Blick schweifen lässt, dann bewundert er nicht nur die sakrale Kunst – sein Auge bleibt auch immer an Bauschäden hängen.

Dr. Ing. Uwe Pfeiffer

Dr Ing Uwe Pfeiffer ist Tragwerksspezialist und beaufsichtigt und plant die Sanierungen am Turm der Hauptkirche St. Michaelis.

Beständigkeit

Wenn Dr. Ing. Uwe Pfeiffer in Kirchen den Blick schweifen lässt, dann bewundert er nicht nur die sakrale Kunst – sein Auge bleibt auch immer an Bauschäden hängen.

Auch im Michel wandert sein Blick über Wände, Nischen und Säulen. „Das ist eine Berufskrankheit“, räumt der 49-Jährige lachend ein. Bei mehreren Reparaturen und Sanierungen der Hauptkirche war er verantwortlich dabei, zuletzt als Projektleiter bei der Ertüchtigung der Traufgesimse. Auf ihnen ruhen der Turm und das Dach des Michel. Regen, Wind und Sonne hatten dem Beton zugesetzt, Teile des Gesimses drohten herabzustürzen. Die dringlichsten Schäden konnten im Herbst 2023 beseitigt werden, 2024 sollen die Risse im Stahlbeton verpresst und die fehlenden Ecken wieder ergänzt werden. „Unser Fokus liegt darauf, ein Bauwerk zu erhalten und es in einem guten Zustand an die nächste Generation zu übergeben,“ erklärt er.

Der Ingenieur ist fasziniert davon, wie in der Vergangenheit gebaut wurde. „Wie ging das ganz ohne Berechnung?“ fragt er und erzählt von der gotischen Kathedrale von Beauvais in Frankreich, einem ehrgeizigen Bauprojekt des 13. Jahrhunderts, das während der Bauzeit zweimal einstürzte und erst im dritten Anlauf – allerdings unvollendet – stehen blieb. „Das machen wir heute natürlich anders!“ 

Zur Vorbereitung der Arbeiten an historischen Gemäuern studiert der gebürtige Schweriner alte Karten der Stadt und historische Baupläne. Auch deshalb kennt er viele Geheimnisse des Michel. Welcher Besucher des Michel ahnt schon, dass der Michel ein wahres Puzzle ist? Das heutige Fundament und der untere Teil des Turms entstanden um 1650, Wände und Pfeiler des Kirchenschiffs gehören zum zweiten Michelbau von 1750 und das Dach inklusive Gesims und oberer Turmbau wurden ab 1906 gebaut. 

Am Material sei zu allen Zeiten gespart worden, auch am Michel vor rund 110 Jahren, wie das Traufgesims oder die Zwischendecken im Turm zeigen. „Für die damalige Zeit war die Qualität sehr gut, der Stahlbetonbau steckte aber noch in den Anfängen. Heute wären die Stahlbetondecken deutlich dicker und damit die Stahlbewehrung vor Korrosion besser geschützt“, erklärt er. 

Im Turm selbst dokumentieren Messstationen, wie sich die Risse im Mauerwerk verändern – auch bei Millimeterbewegungen platzt da schon der Putz von der Wand ab. Sorgen macht das Uwe Pfeiffer zurzeit noch nicht, man müsse die fortschreitenden Schäden allerdings im Auge behalten. Sein Ziel ist klar: „Der Michel soll überdauern. Dafür strengen wir uns an.“ 

Besonders bei Sakralbauten werde ihm die Historie bewusst, erzählt Uwe Pfeiffer. „Ich habe einen deutlichen Respekt dem Bau gegenüber, der ja kein beliebiges historisches Gebäude ist, sondern Menschen viel bedeutet“, sagt er. Zudem wisse er, was alles schief gehen könne: „Wenn ich daran denke, dass der Brand in Notre Dame bei Sanierungsarbeiten ausgelöst wurde! Da sind wir extrem vorsichtig, wir wollen ja nicht für den dritten Brand des Michel verantwortlich sein.“ 

Reiner Janke

Liebe

Orgelbauer Reiner Janke und der Michel: Das ist eine Liebesgeschichte. „Ich komme wahnsinnig gern her“, sagt der 65-Jährige – und das seit vielen Jahren, um die Orgeln im Michel  zu pflegen.

Reiner Janke

Liebe

Orgelbauer Reiner Janke und der Michel: Das ist eine Liebesgeschichte. „Ich komme wahnsinnig gern her“, sagt der 65-Jährige – und das seit vielen Jahren, um die Orgeln im Michel  zu pflegen.

Jedes Jahr steht eine Wartung und Reinigung der Instrumente an, damit sie in allen Gottesdiensten und den zahlreichen Konzerten ohne Probleme spielbar sind und wunderbar klingen. Etwa alle zwanzig Jahre muss die Elektronik einer Orgel komplett erneuert werden, nach 25 Jahren ist eine Komplettsanierung fällig.

Die fünf Instrumente und ihre Bauteile kennt der Orgelbauer buchstäblich in- und auswendig. „Ich fühle, wenn etwas nicht stimmt“, sagt er und kann hören, wenn ein Ventil nicht richtig funktioniert oder eine Pfeife verschmutzt ist.

Innerhalb von fünf Tagen bekommen alle fünf Orgeln des Michel eine Grundreinigung. Elektrik und Mechanik werden geprüft; notwenige Reparaturen nimmt er mit speziell dafür angefertigtem Werkzeug selbst vor. Die Pfeifen werden bei Bedarf geputzt. In der Orgel wird Staub gewischt, auch die Tastatur reinigt er. „Eine Orgel soll stimmig und tipptopp sein“, findet er. Ganz nebenbei lüftet er noch ein Geheimnis: Die Nachtigall der  Carl Philipp Emanuel Bach-Orgel besteht ganz profan nur aus zwei Pfeifen und einem Wasserbehälter, der regelmäßig mit destilliertem Wasser gefüllt werden muss, „sonst bleibt die Nachtigall stumm.“

Am wichtigsten sei die Betriebssicherheit, erklärt er: „Eine Orgel muss immer zuverlässig funktionieren.“ Um sie zu testen, wird Reiner Janke schon mal handgreiflich. „Dann hämmere ich mit den Fäusten auf die Tastatur“, sagt er und strahlt wie ein kleiner Junge. „Eine Orgel ist ein archaisches Instrument, robust trotz aller technischer Finessen. Sie kann Klimaschwankungen vertragen und könnte sogar im Stall stehen. Sie ist laut, anpassungsfähig, nicht zu klauen – und kann eben auch Schläge aushalten.“ 

Reiner Janke ist nicht nur Orgelbauer, Sachverständiger und Dozent an der Freiburger Musikhochschule, er ist auch Intonateur – das heißt, dass er die einzelnen Pfeifen nach Klangfarbe und Lautstärke einstellt und auf diese Weise die Orgel stimmt. „Es gibt eine Referenz-Pfeifenreihe, nach der ich alle anderen Pfeifen stimme“, erläutert er seine Vorgehensweise. Wichtig seien für ihn auch die Rückmeldung und Wünsche der Organisten. „Sie spielen jeden Tag, da muss das Instrument passen.“

Welche Michel-Orgel ist sein Liebling? Da muss Reiner Janke nicht lange überlegen. „Die Kleine, sie ist so anmutig“, sagt er und strahlt – die Konzertorgel auf der Nordempore des Michel. Ihr durfte er seinen Stempel aufdrücken. Für ihren weichen, romantischen Klang hat er sich dabei an alten Orgeln orientiert. „Sie spielt sich nicht in den Vordergrund, hat etwas Gelassenes, Ruhiges, eine Innerlichkeit und Geborgenheit. Die Kleine hat eine Seele“, sagt er.

Schon Reiner Jankes Vater war Orgelbauer und nahm seinen Sohn mit zur Arbeit. Mit zwölf Jahren durfte er bei einer Orgelmontage dabei sein – und war danach für jeden anderen Beruf verloren. „Ich bin in die Musik hineingewachsen, kenne die Nuancen“, sagt er. Für ihn stehe dabei nicht das Handwerk, sondern die Kunst im Vordergrund. „Ein Intonateur hat eine Vorstellung vom Klang, den die Orgel transportieren soll. Die Idee eines Stückes ins Handwerk umzusetzen und zum Zuhörer zu transportieren, das ist Kunst.“

Schwindelfrei und körperlich fit muss man für die komplexe Tätigkeit des Orgelbauers sein. Für die Fitness sorgen im Michel die vielen Treppen, die Reiner Janke bei der Arbeit zwischen den Orgeln und dem Zentralspieltisch zurücklegt. Das tut der Begeisterung keinen Abbruch. „Der Michel ist der Höhepunkt meiner beruflichen Karriere,“ sagt er und klingt dabei ziemlich stolz.

Familie Henke

Zuhause

Für die Hamburger Familie Henke gehört der Michel zu ihrem Leben dazu – auch dank der Begeisterung der beiden Töchter für die Singschule.

Familie Henke

Jürgen und Zola Henke mit Luna. Luna singt in der Kinderkantorei St. Michaelis.

Zuhause

Für die Hamburger Familie Henke gehört der Michel zu ihrem Leben dazu – auch dank der Begeisterung der beiden Töchter für die Singschule.

„An diesem Ort ist Energie“, schwärmt Jürgen Henke. Vor fast 30 Jahren zog er in die Neustadt und wohnt mit seiner Familie am Großneumarkt im barocken Paradieshof. „Der Michel ist unsere Kirche“, da ist er sich mit seiner Frau Zola und den beiden Töchtern Yuna und Shanti einig. Ist der Michel als Alltags- und Gemeindekirche nicht zu groß? „Auf keinen Fall“, sagt die neunjährige Yuna bestimmt. „Er gehört zu unserem Leben.“ 

Aus dem Wohnzimmerfenster sehen die Henkes den Kirchturm und hören morgens und abends die Choräle des Türmers. „Wenn wir es sonntags nicht in den Gottesdienst schaffen, fehlt uns etwas“, findet Zola Henke, die häufig die Mittagsandacht im Michel besucht. „Andere gehen joggen, ich gehe in die Kirche. Das tut mir gut.“ Jürgen Henke ergänzt: „Man kennt die Pastoren: Da ist einer von uns auf der Kanzel!“ 

Yuna hat sich von der Michel-Liebe ihrer Eltern anstecken lassen: „Der Michel fühlt sich warm an, ein Ort, an dem man schöne Sachen macht: Singen, Beten und Spaß haben.“ Vor allem das Singen hat es der Neunjährigen angetan. Seit drei Jahren singt sie mit ihrer Schwester in der Singschule St. Michaelis. 

„Zu Anfang wusste ich gar nicht, was ein Chor ist“, erzählt die Grundschülerin. Die Fremdheit gab sich schnell, Yuna singt nun mit Begeisterung und genießt es, dass ihre Stimme immer mehr kann. „Ohne meine Stimme wäre ich sehr einsam. Ich brauche sie, um mich zu verständigen. Und manchmal darf ich schon ein Solo singen.“ Nach den Proben komme Yuna ganz befreit nach Hause, erzählt Zola Henke. „Singen ist gut für die Seele. In Chören zählt die Gemeinschaft. Das ist eine wichtige Erfahrung für Kinder“, findet sie. 

Der Michel ist für die Familie ein spiritueller Fixpunkt – und ein Ort für die besonderen Momente des Lebens. Jürgen und Zola Henke haben hier 2023 geheiratet, 2024 wollen sie ihre Verbindung neu segnen lassen. Beide Töchter wurden im Michel getauft. Stolz ist Jürgen Henke auch auf den Eintrag auf einer Michel-Tafel, mit dem er sich mit seiner Frau dort verewigt hat. „Die Kinder werden ihre eigenen Einträge bekommen, zu ihrer Konfirmation oder wenn sie heiraten werden“, sagt er. Da strahlt Yuna: „Ich werde ganz bestimmt im Michel heiraten!“

Magne H. Draagen

Seele

Kirchenmusiker Magne H. Draagen schätzt die ruhigen Stunden des Übens auf der Orgelempore. Seine größten spirituellen Erlebnisse habe er durch Musik erfahren. „Sie berührt die Seele, das ist ihr Ziel.“

 

Magne H. Draagen

Michel-Kantor und Organist Magne H. Draagen

Seele

Kirchenmusiker Magne H. Draagen schätzt die ruhigen Stunden des Übens auf der Orgelempore. Seine größten spirituellen Erlebnisse habe er durch Musik erfahren. „Sie berührt die Seele, das ist ihr Ziel.“

 

Die Orgelempore kann ein einsamer Ort sein. Für Magne H. Draagen ist das kein Problem. Der Kirchenmusiker beschreibt sich selbst als introvertiert. Er schätzt die ruhigen Stunden des Übens, um die Orgeln des Michel immer noch besser kennenzulernen. Die vielen Möglichkeiten der Michel-Orgeln nötigen dem gebürtigen Norweger Respekt ab, aber vor allem erfüllen sie ihn mit Freude, immer wieder etwas Neues aus dem „Monstrum Orgel“ herauszuholen. „Ich arbeite langsam, mit langem Atem.“

Seine größten spirituellen Erlebnisse habe er durch Musik erfahren. „Sie berührt die Seele, das ist ihr Ziel.“ Der Glaube spielt eine große Rolle in seinem Leben. „Was man betet, das glaubt man“, sagt er schlicht. Seine Musik ist seine Form des Gebetes. „Wenn ich im Gottesdienst musiziere, ist es nicht mein erstes Ziel, Menschen zu unterhalten“, erklärt er. „Vielmehr bin ich Teil der Gemeinde und gemeinsam mit ihnen wende ich mich an Gott – mit meiner Musik.“ Gottesdienste müssten logisch sein, findet er: „Die Besucher müssen sie mittragen, sie fühlen und verstehen.“

In dem kleinen norwegischen Dorf an der Westküste, in dem er aufwuchs, hatte Magne H. Draagen mit Kirche zunächst wenig am Hut. Seine musikalische Karriere begann am Schlagzeug, er sang im Gospel-Choir und übte sich an der E- Orgel.  Als seine Orgellehrerin den Ort verließ, blieb nur der Kirchenmusiker als Lehrer übrig und so spielte Magne H. Draagen mit 12 Jahren zum ersten Mal die Kirchenorgel. „Im Rückblick war es eine winzige Kirche und eine winzige Orgel, aber es eröffnete mir eine neue Welt“, erzählt er lächelnd und erinnert sich, wie stolz er war, dass er gleich einen eigenen Schlüssel bekam, um dort üben zu können. „Die Kirche lag abseits, am Wasser, und hatte eine weiße Holztür – sehr idyllisch“, erzählt er. „Nur der Heimweg über den Kirchhof war abends nicht so gemütlich!“

Den Michel hat er schon vor vielen Jahren kennengelernt, auf einer Interrail-Reise durch Europa. „Es war Sommer und weil es regnete, ging ich ins Orgelkonzert in den Michel.“ Noch heute erinnert er sich genau an die Stücke, „vor allem aber an den Klang!“ Damals habe er sich nicht vorstellen können, einmal hier als Kirchenmusiker spielen zu können – und wohl auch nicht, einmal so fabelhaft deutsch sprechen zu können. „Ich habe es in der Schule gelernt, war aber faul im Unterricht“, sagt er und grinst. In Oslo spielte er zwei Jahre lang die Orgel in der deutschen Ev. Kirche und auch sonst hatte er beruflich viel mit Deutschland und der Schweiz zu tun. „Das hat geholfen!“ Nur das Siezen fällt ihm immer noch schwer. „In Norwegen sagt man `Sie´ nur zum König,“ sagt der 48-Jährige lächelnd.

In vielen Kirchen hat Magne H. Draagen gespielt und nie Zweifel gehabt, dass dies der richtige Weg für ihn sei. „Am Anfang war ich eher Kirchen-MUSIKER, jetzt bin ich KIRCHEN-Musiker“, sagt er zufrieden. Nun sitzt er seit September 2021 am zentralen Spieltisch im Michel und verfolgt beständig seinen Weg in der Gemeinde. Eitelkeiten sind ihm fremd; Magne H. Draagen kann sich auf seine Präsenz und die Qualität seiner Arbeit verlassen, um Gehör zu finden. Er muss er sich nicht profilieren und die Kirchenmusik am Michel neu erfinden. „Ich muss nicht alles umwerfen, sondern sehe mich als Vermittler zwischen Althergebrachtem und Neuem“, beschreibt er seinen Anspruch und findet seinen Platz auf der Empore immer noch so aufregend wie damals im kleinen Dorf in Norwegen.

Christa Slawik

Heimat

Eine Heimat über den Tod hinaus: Mit ihrer Testamentsspende für den Michel hat Christa Slawik einen Gedenkort für die Familie geschaffen.

Christa Slawik

Porträt von Herrn Stäblein, dessen Tante Christa Slawik Spenderin im Michel war.

Heimat

Eine Heimat über den Tod hinaus: Mit ihrer Testamentsspende für den Michel hat Christa Slawik einen Gedenkort für die Familie geschaffen.

Dem Michel fühlen sich viele sehr unterschiedliche Menschen tief verbunden. Christa Slawik war eine besondere Persönlichkeit, eine Individualistin, zurückhaltend und diskret. Doch am Michel hatte sie eine Heimat gefunden. „Aber warum das so ist, darüber hat sie nie gesprochen“, sagt ihr Neffe Carsten Stäblein. Im August 2022 verstarb Christa Slawik im Alter von 86 Jahren. Carsten Stäblein hatte nun als Testamentsvollstrecker die Aufgabe, den letzten Willen seiner Tante umzusetzen – sie hatte auch den Michel als Erben eingesetzt. „Mir ist es wichtig, in ihrem Sinne zu handeln, sagt der 61-Jährige“.

Viele Jahre war Christa Slawik eine feste Größe am Michel. „Sie hatte eine positive Art, war bescheiden und fröhlich“, erinnert sich Michael Kutz, Geschäftsführer der Stiftung St. Michaelis. Bei Gottesdiensten hatte sie ihren Stammplatz, besuchte Konzerte, unterstützte Spendenaktionen und machte Zustiftungen. „Sie hatte ein großes Interesse an Religion und Sakralkunst“, erinnert sich der Neffe. Der Glaube spielte eine große Rolle in der Familie: Ihr Vater war Pastor, eine ihrer beiden Schwestern – Carsten Stäbleins Mutter – war Pastorin, Carsten Stäbleins Bruder ist Bischof in Berlin.

Schon als Kind war Christa Slawik oft krank. Aufgrund einer Rückgratverkrümmung litt sie an chronischen Schmerzen, musste zeitlebens viele Medikamente nehmen. Doch sie ging ihren Weg: Sie wurde Hauswirtschaftslehrerin. „Kochen war trotzdem nicht ihr Ding“, erinnert sich Carsten Stäblein lachend. Mit ihrem Mann Heinz fand sie ihr Glück: Ihr Vater traute das Paar 1972. Ein Haus in Volksdorf wurde und blieb ihr Zuhause. „Ihr Puppenhaus“, erinnert sich der Neffe, „ein kleines Haus, dass die beiden immer wieder umbauten.“ Und natürlich ihr geliebter Garten, „der war ihr das Wichtigste!“

Schon lange sei das Paar sozial engagiert gewesen, erzählt Carsten Stäblein. „Beide waren privat krankenversichert und haben natürlich ihre Rechnungen eingereicht. Aber wenn dann die Erstattungen kamen, haben sie die volle Summe gespendet“, sagt er anerkennend.

Seine liebevollen Erinnerungen zeichnen eine eigenwillige, exzentrische Tante, zu der er eine enge Bindung hatte. „Sie hatte einen Führerschein, fuhr aber nicht mit dem Auto, sondern meist mit dem Fahrrad.“ Eine kritische Beifahrerin sei sie trotzdem gewesen, „aber bei mir im Auto ist sie eingeschlafen“, erzählt er stolz. „Tante Christa war nicht nur eine begeisterte Gärtnerin, sie war Mitglied im Kegelclub und in der Theatergemeinde, liebte Musicals. Auch nach dem Tod meines Onkels im Jahr 2010  war sie in Hamburg viel unterwegs“, erinnert sich der Neffe. „Und sie war sehr versiert am Computer!“

Den weiten Weg zu den Gottesdiensten im Michel legte sie auch im Alter noch lange mit Bus und Bahn zurück. Als es ihr gesundheitlich schlechter ging, sorgte Carsten Stäblein dafür, dass sie in häuslicher Pflege betreut wurde: „Sie war keine einfache Person, aber wir haben uns gut verstanden. Ich habe mich verantwortlich gefühlt.“ Fast wöchentlich war er mit seiner Frau bei der Tante. Unterstützt wurde die alte Dame und auch der Neffe bei der Betreuung von einem Nachbarpaar.

Mit Pastor Alexander Röder verband sie seit vielen Jahren ein Interesse an der Kunst. Er übernahm auch die Beerdigung von Christa Slawik, die für sich und ihren Mann eine anonyme Grabstätte gewählt hatte. Mit einer Tafel in der Turmhalle erinnert der Michel nun an Christa und Heinz Slawik. „Hier haben wir einen Ort, an dem wir sie besuchen können und dem meine Tante so verbunden war“, sagt Carsten Stäblein.

Alireza Soleymani

Gottesnähe

Alireza Soleymani fühlt sich am Michel Gott nahe. Nach seiner Flucht aus dem Iran kam er hier zur Ruhe und fand Menschen, mit denen er sich ein neues Leben aufbaute.

Alireza Soleymani

Gottesnähe

Alireza Soleymani fühlt sich am Michel Gott nahe. Nach seiner Flucht aus dem Iran kam er hier zur Ruhe und fand Menschen, mit denen er sich ein neues Leben aufbaute.

Ich war 21 Jahre alt als ich es als Christ im Iran nicht mehr ausgehalten und mich zu Fuß auf den Weg nach Europa gemacht habe. Als ich in Hamburg ankam war ich allein und verzweifelt. Ich habe mich geschämt, weil ich auf Hilfe angewiesen war. Wenn ich im Michel sitze, spüre ich Gott. Hier komme ich zur Ruhe. Was mich bedrückt, wird mir von den Schultern genommen und ich kann dankbar sein. Am liebsten zähle ich die vielen Engel und komme immer wieder auf ein anderes Ergebnis. Vor zwei Jahren wurde ich „aufgetauft“ und fühle mich als Teil der Gemeinde. Hier habe ich wunderbare Menschen gefunden, vor denen ich Hilfe annehmen konnte, ohne mich zu schämen. Sie haben mir ein neues Leben in Hamburg geschenkt.

Auch Sie haben einen langen Weg hinter sich, bis Sie am Michel angekommen sind? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit Menschen am Michel weiterhin GOTT SPÜREN können.

Für den Michel SPENDEN
Ernst "Jungi" Schau

Trost

Im Michel hat Schausteller Ernst „Jungi“ Schau nach dem Tod von Tochter und Frau Trost und eine Heimat für die Seele gefunden.

Ernst "Jungi" Schau

Trost

Im Michel hat Schausteller Ernst „Jungi“ Schau nach dem Tod von Tochter und Frau Trost und eine Heimat für die Seele gefunden.

Bei jedem Besuch im Michel zünde ich fünf Kerzen an: zwei für meine Eltern, eine für meine Frau, eine für meine Tochter – und eine für mich selbst. Als meine Tochter Peggy mit 19 Jahren an Krebs starb und ich drei Jahre später meine Frau ebenfalls durch Krebs verloren habe, war der Michel für mich da. Er gibt mir Geborgenheit, ein Stück Heimat für die Seele. Hier finde ich meine Vorstellung von Gott: hell, licht und offen. Ein Gott, der immer für mich da ist – auch wenn er viel zu tun hat, passt er auf uns auf.

Am Michel sind Sie denen nah, die nicht mehr bei Ihnen sind? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft TROST spenden kann.

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Kathrin Stuhr

Kraftquelle

Für Kathrin Stuhr ist der Michel ein Ort der Heilung. Als ihr Leben bedroht war, spürte sie die große Kraft der Musik und der Gemeinschaft ihres Chores.

Kathrin Stuhr

Kraftquelle

Für Kathrin Stuhr ist der Michel ein Ort der Heilung. Als ihr Leben bedroht war, spürte sie die große Kraft der Musik und der Gemeinschaft ihres Chores.

Seit Generationen ist meine Familie mit dem Michel tief verbunden. Im Jahr 1911 lieferte mein Urgroßvater die große Turmuhr, die noch heute auf dem Uhrenboden steht. Viele Jahre lang hat er die Uhren und Glocken gewartet und damit den Rhythmus der Stadt vorgegeben. Auch mein Leben ist ein Leben mit dem Michel: Meine Tochter wurde im Michel getauft, ich singe seit vielen Jahren in der Kantorei.
Nach einer akuten lebensgefährlichen Erkrankung holten mich die Medizin, meine Familie und Freunde, mein Gottvertrauen, aber auch der Michel und die Musik ins Leben zurück. Unvergessen ist ein Sonntag im Januar 2016, als die Kantorei in die Klinik kam, um für mich zu singen! Der Michel, „Hamburgs gute Stube“, ist für mich ein Ort, an dem ich Kraft sammle und gestärkt in den Alltag zurückkehre. Die klassische Musik ist dabei ein wesentlicher Bestandteil, sie besitzt die stärkste Heilkraft. Jeden Tag meines Lebens bin ich dafür unendlich dankbar.

Der Michel ist auch für Sie ein Ort, um Kraft zu schöpfen? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft HEILUNG spenden kann.

Für den Michel SPENDEN
Marcus Lembke

Weihnachten

Seit vielen Jahren lädt die Generali (ehemals Volksfürsorge) ihre Mitarbeitenden zu einem Weihnachtskonzert in den Michel ein. Marcus Lembke hat noch keines verpasst.

Marcus Lembke

Weihnachten

Seit vielen Jahren lädt die Generali (ehemals Volksfürsorge) ihre Mitarbeitenden zu einem Weihnachtskonzert in den Michel ein. Marcus Lembke hat noch keines verpasst.

Schon im Oktober freue ich mich auf das traditionelle Weihnachtskonzert unseres Unternehmens im Michel – mein Höhepunkt im Advent. Dieses Erlebnis in einem vollen Michel ist einfach überwältigend. Die festliche Atmosphäre, die Kerzen, die Geschichten, schaffen eine ganz besondere Gemeinschaft und Spiritualität. Wenn dann die Orgel spielt, gibt es diesen einen Moment, an dem sich der Himmel einen Spaltbreit auftut. Gibt es etwas Schöneres, als wenn am Schluss alle zusammen „Oh du fröhliche“ anstimmen? Die Vertrautheit in der Gemeinsamkeit des Erlebens verbindet sehr, auch wenn jeder von uns mit anderen Erwartungen kommt. Dieser stimmungsvolle Adventsabend ist etwas Kostbares, das weit über den Abend hinauswirkt.

„Oh du fröhliche im Michel ist auch für Sie der Höhepunkt des Weihnachtsfests? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für ein ganz besonderes WEIHNACHTEN steht.

Für den Michel SPENDEN
Martin Zieger

Leidenschaft

Im Beruf beschäftigt sich Prof. Dr. Martin Zieger mit nüchternen Zahlen. Doch seine Leidenschaft ist das Singen mit der Kantorei St. Michaelis.

Martin Zieger

Leidenschaft

Im Beruf beschäftigt sich Prof. Dr. Martin Zieger mit nüchternen Zahlen. Doch seine Leidenschaft ist das Singen mit der Kantorei St. Michaelis.

Es gibt kaum etwas Schöneres, als in Michel-Gottesdiensten zu singen. Beim Singen ist man selber Instrument. Es weckt alle meine Sinne und ich kann meine Freude ausdrücken. Das berührt einen selbst und die Menschen, die es hören. Und es ist auch noch gesund! Seit mehr als 20 Jahren singe ich mit der Kantorei St. Michaelis und habe dabei immer noch Schmetterlinge im Bauch, wenn ich mit dem Chor auf der Empore des Michel stehe. Viele Menschen sagen, sie könnten nicht singen. Doch wenn zu Weihnachten im vollbesetzten Michel „Oh du fröhliche“ mit Orgel und ganzem Orchester angestimmt wird, dann singen alle mit und es klingt wunderbar. Ein Gänsehautmoment, alle Jahre wieder.

Beim Singen im Michel vergessen Sie die Welt um sich herum? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für LEIDENSCHAFT steht.

Für den Michel SPENDEN
Clodia Mirza

Heimat

Cloudia Mirza kriegt eine Gänsehaut, wenn sie in Konzerten sitzt. Nach ihrer Flucht aus Syrien hat die syrische Christin am Michel eine neue Heimat gefunden.

Clodia Mirza

Heimat

Cloudia Mirza kriegt eine Gänsehaut, wenn sie in Konzerten sitzt. Nach ihrer Flucht aus Syrien hat die syrische Christin am Michel eine neue Heimat gefunden.

Wenn ich an den Michel denke, dann sind es die vielen Menschen, die mir nach meiner Flucht freundlich begegnet sind und mich mit offenen Armen aufgenommen haben. Der Michel ist meine neue Heimat geworden. Hier fühle ich mich wie in einer Familie. Besonders gern gehe ich in Konzerte im Michel. Wenn der Chor singt und die Trompeten spielen, fühlt es sich an wie im Himmel. Dann schließe ich die Augen und kriege Gänsehaut.

Seit drei Jahren arbeite ich in der Michel-Kita und darauf bin ich sehr stolz. Seit ich die Sprache gut spreche, bin ich selbstbewusster geworden. Ich verstehe, was wichtig ist und kann selbst für mich eintreten.

Auch Sie haben im Michel eine neue Wahlfamilie gefunden? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel für Menschen HEIMAT werden kann.

Für den Michel SPENDEN
Petra von Forstner

Überraschung

Zur Goldenen Hochzeit ihrer Eltern arrangierte Petra von Forstner heimlich eine Feier im Michel – ein Moment des Glücks trotz der schweren Erkrankung ihres Vaters.

Petra von Forstner

Überraschung

Zur Goldenen Hochzeit ihrer Eltern arrangierte Petra von Forstner heimlich eine Feier im Michel – ein Moment des Glücks trotz der schweren Erkrankung ihres Vaters.

Unser Vater war bei der Goldenen Hochzeit unserer Eltern bereits schwer krank. Mein Bruder und ich wollten ihnen einen unvergesslichen Moment schenken – es sollte eine Überraschung werden. Als Kinder waren wir oft gemeinsam zum Weihnachtskonzert im Michel, er gehörte für unsere Eltern einfach dazu. An diesem Tag haben wir sie zu Hause abgeholt, im Auto spielte ihre geliebte Elvis-Musik. Erst als ich am Michel den Blumenstraß aus dem Kofferraum holte, der wie der Brautstrauß meiner Mutter gebunden war, wussten sie Bescheid! Die Feier in der Krypta war genau der richtige Rahmen, sehr stimmungsvoll und intim. So haben sie noch einmal das Eheversprechen erneuert – das hat beiden so gut getan! Ein Jahr später ist mein Vater gestorben. Im Michel ist er uns nah.

Auch Sie haben geliebten Menschen am Michel einen unvergesslichen Moment bereitet? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für ÜBERRASCHUNGEN gut ist.

Für den Michel SPENDEN
Malte Bergmann

Erhabenheit

Malte Bergmann findet, er hat den schönsten Arbeitsplatz der Stadt: als Reinigungskraft ist er morgens als erster auf dem Michel-Turm – und macht fantastische Fotos vom Sonnenaufgang.

Malte Bergmann

Erhabenheit

Malte Bergmann findet, er hat den schönsten Arbeitsplatz der Stadt: als Reinigungskraft ist er morgens als erster auf dem Michel-Turm – und macht fantastische Fotos vom Sonnenaufgang.

Wenn ich frühmorgens die Tür zur Aussichtsplattform des Michel-Turms aufschließe, dann bin ich stolz darauf, der erste zu sein, der zu dieser Zeit über ganz Hamburg guckt. Für mich ist das der schönste Platz der Stadt! Die Stimmung ist hier oben immer eine ganz besondere, man spürt das Erhabene, die Weite. Jeder Morgen ist anders. Diesen Moment möchte ich gern mit denen teilen, die dieses Wunder nicht täglich erleben können. Deshalb mache ich Fotos und teile sie über Social Media. Der Michel gehört schließlich allen, aber der Moment dort oben gehört mir allein.  

Der Michel lässt auch Ihre Seele atmen? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für ERHABENHEIT steht.

Für den Michel SPENDEN
Martin Eckhardt

Gedenken

Martin Eckhardts Eltern sind in verschiedenen Orten beigesetzt worden. An ihrem Michel haben sie nach ihrem Tod wieder zusammengefunden.

 

Martin Eckhardt

Gedenken

Martin Eckhardts Eltern sind in verschiedenen Orten beigesetzt worden. An ihrem Michel haben sie nach ihrem Tod wieder zusammengefunden.

 

Meine Eltern sind mit uns drei Kindern 1971 von Offenbach nach Hamburg gezogen. Besonders meine Mutter liebte den Michel. Hierher kamen meine Eltern anlässlich von Konzerten immer wieder gerne. Mein Vater starb früh, mit 62 Jahren, und ist in unserer Heimatstadt Offenbach beigesetzt. Nach seinem Tod waren meine Mutter und ich immer wieder zu Weihnachtskonzerten im Michel. Sie entschied für sich, dass sie nicht in Offenbach, sondern in Hamburg beigesetzt werden wollte – weil sie wusste, dass ich mich hier um ihr Grab kümmern könnte und auch selbst dort später beigesetzt würde. 2017 ist meine Mutter mit 93 Jahren verstorben. Nun steht ihr Name auf einem Grabstein in Hamburg und der Name meines Vaters auf einem Grabstein in Offenbach. Damit beide Namen wieder vereint sind, habe ich sie auf der Michel-Tafel 199 verewigen lassen. So haben sie beide ihren Platz am Michel gefunden.

Ihre Familie hat am Michel ihren Platz für die Ewigkeit gefunden? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für GEDENKEN steht.

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Hubert Neubacher

Zufluchtsort

Für Hubert Neubacher ist der Michel ein Kontrapunkt zu seiner turbulenten Arbeit als Chef von Barkassen Meyer. Besonders im vergangenen Jahr war der Michel sein Ruhepol.   

Hubert Neubacher

Zufluchtsort

Für Hubert Neubacher ist der Michel ein Kontrapunkt zu seiner turbulenten Arbeit als Chef von Barkassen Meyer. Besonders im vergangenen Jahr war der Michel sein Ruhepol.   

Am Michel fahre ich jeden Tag mit dem Fahrrad vorbei. Während der Pandemie habe ich mich häufig in die Kirche gesetzt und das Licht, die Weite und die Musik genossen. Der Michel ist mein Zufluchtsort. Hier komme ich zur Ruhe, kann runterfahren und meine Gedanken sortieren. Auch Schwieriges findet hier seinen Platz in mir.

Für mich als Barkassen-Schipper ist der Michel natürlich auch Hamburgs Wahrzeichen. Er steht wie keine andere Kirche für die maritime Tradition Hamburgs, die wir an den Landungsbrücken Gästen aus aller Welt nahebringen. Deshalb habe ich mich an der Retter-Aktion mit dem Rettungsring der Panik-Barkasse ENNSTAL beteiligt.

Sie finden auch, dass der Michel ein Ruhe- und Zufluchtsort ist? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit hier auch in Zukunft Menschen RUHE und ZUFLUCHT finden.

Für den Michel SPENDEN
Christraut Tim

Lebensbegleiter

Ein Leben ohne den Michel ist für Christtraut Tim undenkbar. Gleich mehrere Generationen ihrer Familie sind dem Michel verbunden.

Christraut Tim

Lebensbegleiter

Ein Leben ohne den Michel ist für Christtraut Tim undenkbar. Gleich mehrere Generationen ihrer Familie sind dem Michel verbunden.

Der Hamburger Michel wird für immer „mein Michel" bleiben, da mir bei seinem Anblick das Herz aufgeht. Er lässt gute Gedanken und viele Erinnerungen kommen. In jungen Jahren habe ich hier im Chor gesungen und mein Enkel hat bei den „Michel-Mäusen“, der Kinderkantorei für 4-6jährige.

Wenn ich meinen Sohn besuche, sehe ich den Michel-Turm durch die Dachgeschossfenster seiner Wohnung. Der Michel begleitet mich und meine Familie ein Leben lang. Deshalb habe ich mich auch auf einer Michel-Tafel verewigt und sage damit: „Danke, dass es dich gibt, mein Michel!“

Auch Sie sind am Michel fest verwurzelt? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft ein LEBENSBEGLEITER ist.

Für den Michel SPENDEN
Dr. Karl-Joachim Dreyer

Dankbarkeit

Dr. Karl-Joachim Dreyer hat lange mit seinem Konfirmationsspruch gehadert. Bis er über ihn am Michel predigen durfte und einen neuen Zugang fand. 

Dr. Karl-Joachim Dreyer

Dankbarkeit

Dr. Karl-Joachim Dreyer hat lange mit seinem Konfirmationsspruch gehadert. Bis er über ihn am Michel predigen durfte und einen neuen Zugang fand. 

Mit meinem Konfirmationsspruch „Und sagt Gott, dem Vater, alle Zeit Dank für alles im Namen unseres Herrn Jesus Christus“ (Epheser 5/ 20) war ich als Konfirmand nicht einverstanden. Er war mir zu duckmäuserig und mir war beim besten Willen nicht erkennbar, warum ich für alles dankbar sein sollte. Diskussionen mit meinem damaligen Pastor, diesen Spruch gegen einen anderen zu tauschen, blieben erfolglos. Er fand, ich sei zu jung, um die Bedeutung von Dankbarkeit ermessen zu können und war sich sicher, dass ich dies in meinem Leben noch lernen würde. Und ich habe es gelernt!

Vierzig Jahre später durfte ich im vollbesetzten Michel über ein Thema meiner Wahl referieren und wählte meinen Konfirmationsspruch als Bekenntnis dafür, welche Bedeutung Dankbarkeit in meinem Leben hat. Ein bewegendes und unvergessliches Erlebnis, für das ich noch heute dankbar bin!

Auch Sie haben im Michel Danke sagen können? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für DANKBARKEIT steht.

Für den Michel SPENDEN
Christoph Heine

Pfingsten

Dass der Michel sogar gegen Einsamkeit und Melancholie helfen kann, hat Christoph Heine hier bei seinem ersten Pfingstgottesdienst erfahren.

Christoph Heine

Pfingsten

Dass der Michel sogar gegen Einsamkeit und Melancholie helfen kann, hat Christoph Heine hier bei seinem ersten Pfingstgottesdienst erfahren.

Als ich 1997 nach Hamburg zog, kannte ich niemanden in der Stadt, sodass an den Wochenenden Melancholie aufkam. Als das lange Pfingstwochenende vor der Tür stand, brauchte ich dringend eine Aufheiterung. Bei einem Pfingst-Gottesdienst wäre ich unter Menschen, und die festliche Musik würde meine Stimmung heben. Die Wahl fiel auf den Michel, dort würde ich als Zugezogener sicher weniger auffallen. Geschmückt wartete der Michel auf mich, meine Stimmung stieg bereits, bevor es losging. Und dann die Musik! Die tollen Musiker, Chor und Solisten! Und die Predigt! Inspirierend, nicht abgehoben, darauf fokussiert, wie der Glaube in mein Leben passt. Auch als Gast gehört man zur Gemeinschaft dazu, niemand wird mit kritischen Blicken beäugt. Seitdem ist der Pfingstgottesdienst im Michel jedes Jahr ein Muss. Und mit jedem Besuch wächst meine Verbundenheit.

Auch Sie haben im Michel in schwierigen Zeit Aufnahme und Heimat gefunden? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit PFINGSTEN in unserem Michel auch weiterhin Hoffnung gibt.

Für den Michel SPENDEN
David Hohmann

Lebendigkeit

David Hohmann hat für neues Leben im Michel-Turm gesorgt. Von hier aus fliegen die Bienen des Hobby-Imkers in der Nachbarschaft aus – so entsteht der besondere Michel-Honig.

David Hohmann

Lebendigkeit

David Hohmann hat für neues Leben im Michel-Turm gesorgt. Von hier aus fliegen die Bienen des Hobby-Imkers in der Nachbarschaft aus – so entsteht der besondere Michel-Honig.

Der Michel ist eine Landmarke, ein gut sichtbarer Orientierungspunkt, der für Heimat steht – nicht nur für mich, sondern auch für meine Bienen. Seit 2016 leben einige meiner Bienenvölker im Michelturm und produzieren fleißig Michel-Honig. Von Bienen können wir Menschen viel lernen, vor allem Gemeinschaft und Solidarität. Für mich ist der Michel-Turm einer der schönsten Arbeitsplätze Hamburgs, der Blick ist jedes Mal anders. Dass meine Biene hier oben ihre Heimat haben, ist für mich besonders schön, denn wenn ich von einer meiner vielen beruflichen Reisen nach Hamburg zurückkehre und den Michel sehe, dann weiß ich: Hier bin ich zu Hause – und meine Bienen sind es auch.

Auch Sie kehren wie die Bienen immer wieder zum Michel zurück? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für LEBENDIGKEIT steht.

Für den Michel SPENDEN
Monika Lorke

Schrankenlos

Nach einem besonders beeindruckenden Michel-Konzert machte Monika Lorke die Erfahrung, dass auch am Michel nicht immer nur Gutes von oben kommt.

Monika Lorke

Schrankenlos

Nach einem besonders beeindruckenden Michel-Konzert machte Monika Lorke die Erfahrung, dass auch am Michel nicht immer nur Gutes von oben kommt.

Der Michel ist für mich der Inbegriff himmlischer Kirchenmusik! Oft andächtig gelauscht, oft selbst in diversen Chören auf der Empore gesungen – immer begeistert, angerührt, gestärkt und beseelt zurück in den Alltag. Nach einem Konzert war ich von der Musik noch so berauscht, dass ich die automatisch niedergehende Parkplatzschranke nicht bemerkte. Sie landete auf meinem Hinterkopf – die Brille flog, ich sah kurzzeitig Sterne – mehr ist Gott sei Dank nicht passiert. Der Michel reagierte prompt, mittlerweile gibt es Licht- und Tonwarnungen – ich hoffe, dass es allen „berauschten“ Zuhörern auf dem Weg nach Hause hilft. Für mich sind der Michel und sein Team „schrankenloses“ Glück!

Auch Ihnen ist am Michel schon ein Missgeschick passiert, über das Sie heute lachen können? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für alle Besucher SCHRANKENLOS bleibt.

Für den Michel SPENDEN
Silke Chrobok

Trost

Seit Generationen ist die Familie von Silke Chrobok dem Michel eng verbunden. Auch ihre viel zu früh verstorbene Tochter fand hier das letzte Geleit. Das gibt der Mutter Trost und Halt.

Silke Chrobok

Trost

Seit Generationen ist die Familie von Silke Chrobok dem Michel eng verbunden. Auch ihre viel zu früh verstorbene Tochter fand hier das letzte Geleit. Das gibt der Mutter Trost und Halt.

Der Michel war immer schon unsere Kirche. Großeltern und Eltern haben im Michel geheiratet und gleich gegenüber, in der Wohnung meiner Großeltern, wurde ich 1962 geboren. Das Michelgelände war mein Spielplatz und mein Jugendtreff. Hier war ich getauft und konfirmiert worden, hier habe ich auch geheiratet.

Als meine Tochter Alexandra 1992 im Michel getauft wurde, ahnte ich nicht, dass ich sie 26 Jahre später zu Grabe tragen musste. In all meiner Trauer war es der Michel, der seine schützende Mauer um mich und meine Familie legte und Alexandra mit offenen Armen das letzte Geleit gab. In meinem Kummer war ich während der Trauerfeier ganz ruhig und bei mir, denn ich wusste, dass Alexandra an keinem anderen Ort besser aufgehoben war. Für mich ist der Michel meine Heimat, mein Zufluchtsort; der Ort, von dem ich weiß, dass mir dort nichts Schlechtes passieren kann. Das war immer so und wird immer so bleiben.

Auch Ihr Schicksal ist dem Michel seit Generationen verbunden? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft TROST spendet.

Für den Michel SPENDEN
Thomas Schwieger

Beständigkeit

Der Michel begleitet Thomas Schwieger bereits sein ganzes Leben. Beim Anblick des Turms geht ihm das Herz auf, und er weiß sich Zuhause angekommen.

Thomas Schwieger

Beständigkeit

Der Michel begleitet Thomas Schwieger bereits sein ganzes Leben. Beim Anblick des Turms geht ihm das Herz auf, und er weiß sich Zuhause angekommen.

Am Heiligabend 1948 war ich gerade einmal 60 Tage alt und zum ersten Mal im Michel. Meine Eltern und meine beiden älteren Brüder nahmen mich mit zum Gottesdienst – nicht das ich mich daran erinnern kann! Von da an war ich jedes Jahr zum Weihnachtsgottesdienst im Michel, bis ich erwachsen war. Der Knabenchor ging von der Turmhalle mit einer Kerze in der Hand zum Altar und sang „Hosianna“: So begann für mich Weihnachten. Und wenn die ganze Gemeinde stehend lauthals und fröhlich „Oh du fröhliche“ sang, wusste ich als kleiner Junge, jetzt geht es nach Hause unter den Weihnachtsbaum zu den dort verpackten Wünschen.

Wir fuhren dann mit der „Jan Molsen“ von den Landungsbrücken auf der Elbe nach Neumühlen/ Oevelgönne. An der Hand meines Vaters war ich froh und sicher. Wenn ich heute von auswärts zurück nach Hamburg komme, ob per Auto, Schiff, Flieger, dann suche ich zuerst den Anblick meines Michel-Turms – immer noch.

Der Michel weckt auch in Ihnen selige Erinnerungen an Ihre Kindheit? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für BESTÄNDIGKEIT steht.

Für den Michel SPENDEN
Daniela und Matthias Klinge

Zukunft

Daniela Klinge und ihr Mann Matthias wollten etwas Sinnvolles für andere Menschen tun. Am Michel haben sie Jugendliche auf dem Weg in die Zukunft unterstützt.

Daniela und Matthias Klinge

Zukunft

Daniela Klinge und ihr Mann Matthias wollten etwas Sinnvolles für andere Menschen tun. Am Michel haben sie Jugendliche auf dem Weg in die Zukunft unterstützt.

Zum Michel sind wir über unsere Hochzeit gekommen. Wir hatten uns gewünscht, an diesem besonderen Ort zu heiraten; für uns ist er ein Stück Heimat in Hamburg. Schon lange wollten wir uns ehrenamtlich engagieren, denn wir wollten etwas zurückgeben. So sind mein Mann und ich Paten beim Projekt Generation Zukunft geworden und haben als Mentoren zwei Jugendliche auf dem Weg von der Schule in den Beruf begleitet. Dabei haben auch wir viel gelernt – vor allem auch, wie gut es uns geht und wie dankbar wir dafür sind. Dieses Engagement für andere schätzen wir beide sehr am Michel. Er ist ein Ort der Zusammenkunft, menschlich und mit Herz.

Auch Sie möchten am Michel etwas zurückgeben von Ihrem Glück? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch weiterhin für ZUKUNFT steht.

Für den Michel SPENDEN
Barbara Schlanze

Fügung

Der Klang der Jahrtausendglocke des Michel weckt in Barbara Schlanze Erinnerungen an die Heimat. Sie wuchs in dem Ort auf, in dem die Glocke gegossen wurde.

Barbara Schlanze

Fügung

Der Klang der Jahrtausendglocke des Michel weckt in Barbara Schlanze Erinnerungen an die Heimat. Sie wuchs in dem Ort auf, in dem die Glocke gegossen wurde.

Mit dem Michel verbindet mich eine ganz besondere Fügung. In meinem Heimatort Kochendorf bei Bad Friedrichshall liegt die Glockengießerei Bachert, ich bin mit dem Klang der Glocken groß geworden. Wenn sie ausprobiert wurden, klang der ganze Ort mit. Die Jahrtausendglocke des Michel wurde dort gegossen; da lebte ich längst in Hamburg und hatte den Michel schätzen und lieben gelernt. So sind mir die Glocken von Bachert nach Hamburg gefolgt. Wenn die Jahrtausendglocke schlägt, um an die Verstorbenen zu erinnern, berührt mich ihr dunkler Ton sehr tief – und es macht mich sehr glücklich, dass eine so besondere Glocke aus meiner Heimat kommt und mich daran erinnert. Für mich fühlt es sich an, als gehörte der Michel schon immer zu meinem Leben. Seit Jahrzehnten habe ich in jeden Tag fest im Blick: Ich trage die Michel-Uhr, deren Zifferblatt aus dem Kupfer des Dachs gefertigt wurde. So spüre ich immer diese tiefe Verbundenheit.


Die Glocken des Michel wecken auch in Ihnen Erinnerungen an Ihre Kindheit? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft zusammenführt, was zusammen gehört. 

Für den Michel SPENDEN
Christa Mischke

Hafengeburtstag

Für Christa Mischke ist Hafengeburtstag, wenn sie beim Auftaktgottesdienst im Michel dabei sein kann. Hier spürt sie die besondere Verbindung zwischen Hafen und Michel.

Christa Mischke

Hafengeburtstag

Für Christa Mischke ist Hafengeburtstag, wenn sie beim Auftaktgottesdienst im Michel dabei sein kann. Hier spürt sie die besondere Verbindung zwischen Hafen und Michel.

Den Hafengeburtstag habe ich in den vergangenen Jahren schon oft erlebt. Doch erst mit dem Gottesdienst im Michel wurde er für mich zu einem ganz besonderen Erlebnis: Hier habe ich erst verstanden, was der Hafengeburtstag wirklich bedeutet. Die Gebete und Lieder in den unterschiedlichen Sprachen der Seeleute, die Predigt als Dialog zwischen Pastor Alexander Röder und Oli Dittrich im Jahr 2019, das hat mich persönlich sehr angesprochen und berührt und wurde zu meinem ganz besonderen Michel-Moment.

 

Auch für Sie beginnt der Hafengeburtstag im Michel? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit das Band zwischen unserem Michel und dem HAFEN weiter Bestand hat.

Für den Michel SPENDEN
Olaf Schwartz und Nina Mohr

Familientradition

Einmal im Jahr auf den Michel-Turm – für Olaf Schwartz, Nina Mohr und ihren Sohn Arthur ist das seit über 20 Jahren ein Muss.

Olaf Schwartz und Nina Mohr

Familientradition

Einmal im Jahr auf den Michel-Turm – für Olaf Schwartz, Nina Mohr und ihren Sohn Arthur ist das seit über 20 Jahren ein Muss.

Begonnen hat alles ziemlich harmlos. 1999 haben wir den Michel-Turm in einer Phase früher Verliebtheit zum ersten Mal zusammen besucht. Mittlerweile ist der jährliche Besuch gelebte Tradition und wir glauben fest daran, dass er ein gutes Omen für jedes folgende Jahr ist. Sogar als der Turm während des Lockdowns geschlossen war, haben uns die Menschen des Michels einen Privat-Besuch ermöglicht. Das hat uns sehr bewegt und glücklich gemacht! Unsere Kinder Arthur und Rosa sind heute Teenager und kommen nicht mehr immer mit auf den Turm, aber ihre Verbindung zum Michel ist da. Für seine Schwester, die gerade für ein Jahr in Irland lebt, hat Arthur bei der Aktion Rettungsringe wegen des Namens den Ring der Monte Rosa ersteigert. Unsere Rosa war davon zu Tränen gerührt. Unser Verhältnis zum Michel ist durch diese schöne Erfahrung noch intensiver geworden - zu uns als Paar und Familie gehört der Michel dazu.

Sie pflegen am Michel liebgewonnene Rituale? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit an unserem Michel weitere TRADITIONEN entstehen können.

Für den Michel SPENDEN
Hartmut Meyer

Kinderstimmen

Den großen Michel mit Musik zu füllen, dieser Wunsch wurde für den Musikerzieher Hartmut Meyer mit seinen Chören wahr. Daraus entstand eine wunderbare Tradition.

Hartmut Meyer

Kinderstimmen

Den großen Michel mit Musik zu füllen, dieser Wunsch wurde für den Musikerzieher Hartmut Meyer mit seinen Chören wahr. Daraus entstand eine wunderbare Tradition.

Wie für viele Hamburger Kinder war der Michel für mich immer etwas Besonderes: das Wahrzeichen am Hafen, scheinbar die größte Hamburger Kirche. Dieser großartige Ausblick vom Turm – und dann mein erster Weihnachtsgottesdienst: so viele Menschen eng gedrängt in einem Raum! Diese Faszination ließ mich auch als Erwachsener nicht los. Als Musikerzieher hatte ich schon manches Konzert im Michel gehört. Für den Wettbewerb „Kinder singen für Kinder meldete ich mich mit einem Chor an – und wir gewannen! So wurde ich Dauergast mit verschiedenen Klassen und Gruppen, auch mit dem Eltern-Chor. 1994 kam dann die Chance auf ein Michel-Weihnachtskonzert. Damals wurde der Turm renoviert, also machten wir ein Benefizkonzert für den Turm und begründeten damit eine Tradition in der Weihnachtszeit, die bis heute besteht. Ein Geschenk!


Der Michel bringt auch Ihre Seele zum Klingen? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit im Michel auch zukünftig viele KINDERSTIMMEN singen.

Für den Michel SPENDEN
Dorel Reiß

Frieden

Dorel Reiß verdankt dem Michel ihr Leben. Während der Bombennächte 1943 fand sie Zuflucht in der Krypta des Michel.

Dorel Reiß

Frieden

Dorel Reiß verdankt dem Michel ihr Leben. Während der Bombennächte 1943 fand sie Zuflucht in der Krypta des Michel.

Während des Krieges wohnte ich in der Neustadt und war acht Jahre alt, als der Feuersturm über die Stadt hereinbrach.  Im Chaos verlor ich meine Mutter, Großmutter und Geschwister und irrte durch die Straßen. Ein Feuerwehrmann nahm sich meiner an und brachte mich in die Krypta des Michel, die voller Menschen war. Hier hatte sofort ein Gefühl von Wärme, Liebe und Geborgenheit und fand schließlich auch meine Familie wieder. Seitdem weiß ich: Im Michel wohnt mein Schutzengel, der mir das Leben gerettet hat. Der Michel ist mein Ort des Friedens geworden.

Auch Sie haben im Michel Schutz und Zuflucht in schweren Zeiten gefunden? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft ein Ort des FRIEDENS bleiben kann.

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Birgit Aue

Zuhause

Im Elternhaus von Birgit Aue spielte die Kirche keine große Rolle. Am Michel entdeckte sie ihren Glauben und fand ein spirituelles Zuhause.

Birgit Aue

Zuhause

Im Elternhaus von Birgit Aue spielte die Kirche keine große Rolle. Am Michel entdeckte sie ihren Glauben und fand ein spirituelles Zuhause.

Meine Mutter hat uns Kindern zwei Dinge mit auf den Lebensweg gegeben: Wir sollten eine Lehre absolvieren und uns konfirmieren lassen. Beides habe ich beherzigt; heute bin ich Konditorin auf St. Pauli. Dem Michel bin ich seit meiner Konfirmation eng verbunden. Damals habe ich dort viel persönliche Unterstützung erfahren, das prägt. Meinen Freundeskreis habe ich hier gefunden, ich bin Mitglied im Kirchengemeinderat und sorge bei Feiern und Festen am Michel für Kuchen, Torten und Brot. Aufgrund meiner Arbeitszeiten kann ich nicht so oft an den Gottesdiensten teilnehmen. Doch wenn ich die Zeit dafür finde, dann schätze ich vor allem die Begegnung, die offene und vielfältige Gemeinschaft der Menschen, die dort wirken. Der Michel ist für mich Heimat geworden. Wenn ich ihn sehe, dann weiß ich: Hier lebe ich, ich gehöre dazu. 

Auch Sie haben im Michel Ihren Glauben entdeckt? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für viele Menschen ein ZUHAUSE sein kann. . 

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Rigo Hammer

Schicksalsmomente

Für Rigo Hammer und seine Familie liegen am Michel Liebe und Verlust, Erinnerung und Freude dicht beisammen – hier sind ihre Herzen zu Hause.

Rigo Hammer

Schicksalsmomente

Für Rigo Hammer und seine Familie liegen am Michel Liebe und Verlust, Erinnerung und Freude dicht beisammen – hier sind ihre Herzen zu Hause.

Zu Füßen von Martin Luther habe ich auf Knien um die Hand meiner Frau angehalten, im Michel gaben wir uns auch das Ja-Wort. Er blieb unsere Schicksalskirche: Unsere älteste Tochter wurde hier getauft, drei Jahre später wurde unser Sohn geboren und verstarb noch am Tag seiner Geburt. Der Michel erleuchtete uns auch in dieser schweren und dunklen Zeit den richtigen Weg. Wir finden Trost darin, dass unser Sohn für immer mit dem Michel verbunden ist: Wir haben eine Gravur auf einer der Michel-Tafeln fertigen lassen. Auch unser drittes Kind wurde im Michel getauft – eine Herzensangelegenheit unserer Familie. Der Michel ist für uns das Leuchtfeuer in unserem Leben.


Der Michel war in guten wie in schweren Zeiten an Ihrer Seite? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft in SCHICKSALSMOMENTEN da sein wird.

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Barbara und Klaus-Peter Hugel

Nähe

Im Michel fühlt sich Barbara Hugel ihrer Mutter ganz nah. Nach der Flucht aus Stettin war der Michel für sie Wahrzeichen der neuen Heimat.

Barbara und Klaus-Peter Hugel

Nähe

Im Michel fühlt sich Barbara Hugel ihrer Mutter ganz nah. Nach der Flucht aus Stettin war der Michel für sie Wahrzeichen der neuen Heimat.

Meine Mutter ist mit mir 1945 aus Stettin nach Hamburg geflüchtet – unter abenteuerlichen Umständen. Mit Klugheit, Charme und Vielsprachigkeit setzte sie sich durch und begann bei der Hamburger Polizei als Verwaltungsangestellte. 36 Jahre ist sie dageblieben und machte Karriere bis zur Amtsinspektorin. Sogar allererste Ehrenkommissarin der Polizei ist sie geworden!

Dem Michel - dem Wahrzeichen unserer neuen Heimat - hat sie sich immer sehr verbunden gefühlt und auch für mich eine besondere Verbindung geschaffen: Sie arrangierte die Hochzeit mit meinem Mann Klaus-Peter im Michel. Der damalige Michel-Pastor war auch Polizei-Seelsorger und meiner Mutter konnte man nur schwer einen Wunsch abschlagen.

Auch Sie fühlen sich im Michel Ihren Liebsten ganz nah? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit wir an unserem Michel in VERBINDUNG bleiben können.

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Birgit Geisler

Segensort

Für Birgit Geisler und ihren verstorbenen Ehemann Ladi ist der Michel zu einem besonderen Segensort geworden, weil hier auch ihr Hund Zazie mit offenen Armen empfangen wurde.  

Birgit Geisler

Segensort

Für Birgit Geisler und ihren verstorbenen Ehemann Ladi ist der Michel zu einem besonderen Segensort geworden, weil hier auch ihr Hund Zazie mit offenen Armen empfangen wurde.  

Unvergessen ist mir ein Michel-Fest im Jahr 2005. Unser Hund, der uns lange begleitet hatte, war verstorben und wir hatten Pastor Adolphsen vor längerer Zeit erzählt, wie schwer uns der Abschied fiel. Auf dem Fest sprach er uns auf unseren neuen Hund Zazie an und fragte wie es uns gemeinsam gehe. Gut sagte ich und fragte ihn, ob er unsere neue Lebensgefährtin für ein Leben mit uns segnen könne. Er nickte, nahm die Leine von Zazie und ging mit ihr für 5 Minuten weg. Wohin er ging und wie er Zazie gesegnet hat, kann ich nicht sagen. Aber als er mit unserem Hund wiederkam war mir klar, dass der Segen, den mein Mann und ich am Michel spürten, nun auch unseren Hund mit einschloss. Noch heute wird mir warm ums Herz, wenn ich an diesen Tag und meinen Michel denke.

ist der Michel auch für Sie ein Segensort? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit wir auch in Zukunft alles tun können, um unseren Michel als SEGENSORT zu erhalten. 

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Welf Schiller

Ankerplatz

Als Seemann ist Welf Schiller in der ganzen Welt unterwegs gewesen. Der Michel blieb Heimat, besonders wenn er mit den Tampentrekkern beim Hafengeburtstag singt. 

Welf Schiller

Ankerplatz

Als Seemann ist Welf Schiller in der ganzen Welt unterwegs gewesen. Der Michel blieb Heimat, besonders wenn er mit den Tampentrekkern beim Hafengeburtstag singt. 

Wenn ich mit meinem Shantychor, den Tampentrekkern, im Michel auf der Empore stehe mit Seemannsliedern den Hafengeburtstag eröffnend und die Orgel dazu erklingt: Da kriege ich jedes Mal Gänsehaut, denn das ist die Krönung aller Auftritte. Überwältigend! Als Seemann bin ich viel rumgekommen: Nord- und Ostsee, Irische See, Schottland, Irland, Skandinavien und bis nach Westindien. Wenn wir nach Monaten die Elbe hoch kamen, dann begrüßte uns der Michel. 1978 bin ich an Land geblieben, seither singe ich im Shantychor. Der Michel ist Heimat geblieben.

Am Michel haben auch Sie in den Stürmen des Lebens Halt und Heimat gefunden? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende.Damit an unser Michel ein ANKERPLATZ für alle bleibt.

Für den Michel SPENDEN
Kathrin Da Fieno

Spirituelle Heimat

Für Kathrin Da Fieno und ihre Familie ist der Michel ein Ort unvergesslicher Momente: ihr Zuhause bei Gott.

Kathrin Da Fieno

Spirituelle Heimat

Für Kathrin Da Fieno und ihre Familie ist der Michel ein Ort unvergesslicher Momente: ihr Zuhause bei Gott.

Vom Fenster unserer Wohnung hatten wir den Michel immer im Blick, der Choral des Türmers gehörte zum Tag dazu. Hier haben wir geheiratet, unsere beiden Söhne sind im Michel getauft worden. All diese unvergesslichen Momente durften wir hier erleben, dafür bin ich so dankbar. Ich bin katholisch getauft – trotzdem ist der Michel meine Kirche geworden. Kirche bedeutet für mich Überzeugung, Werte, Lebensprägung: All das erlebe ich hier. Der Michel ist unser Zuhause bei Gott, die spirituelle Heimat unserer Familie.

Der Michel ist auch Ihr Zuhause bei Gott? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für SPIRITUALITÄT steht.

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Jan-Henning Körner

Erntedankfest

Zum Erntedankfest ist Jan-Henning Körner für den Schmuck des Michel mit Backwaren verantwortlich – und singt mit dem Bäckerchor auf der Empore.

Jan-Henning Körner

Erntedankfest

Zum Erntedankfest ist Jan-Henning Körner für den Schmuck des Michel mit Backwaren verantwortlich – und singt mit dem Bäckerchor auf der Empore.

In unserer Familie ist es seit 38 Jahren Tradition, den Michel zum Erntedankfest festlich zu schmücken, und gleich mehrere Generationen packen mit an. Die Strohballen bekomme ich von einem Bauern aus Finkenwerder, wo wir zu Hause sind. Unter der Erntekrone liegen dann nicht nur Obst und Gemüse, sondern auch Brot und Gebäck. Jedes Jahr fragen wir, ob wir wiederkommen dürfen, und noch hat keiner nein gesagt.

Zum Michel sind wir durch meine Mutter gekommen, die in der ABC-Straße aufwuchs und 1952 im 1. Jahrgang nach dem Krieg im Michel konfirmiert wurde. Seither sind wir dem Michel treu geblieben! Handwerk und Michel passen richtig gut zusammen. Hier werden Meisterbriefe überreicht, meine Wahl und meine Verabschiedung als Obermeister der Bäckerinnung Hamburg haben in der Krypta stattgefunden. Besonders großartig ist das Singen im Michel: dieser Klang! Davon sind alle 40 Sänger immer wieder begeistert. Schon mein Vater hat im Bäckerchor gesungen, mein Onkel ist mit 83 Jahren auch immer noch dabei. Zu Erntedank ist Familie Körner immer im Michel zugange.

Auch Sie schätzen die besondere Erntedank-Tradition im Michel? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit ERNTEDANK in unserem Michel auch weiterhin Menschen bewegt.

Für den Michel SPENDEN
Michael Seelig

Glühwein

Michel und Haspa gehören zusammen, findet Michael Seelig. Seit mehr als 25 Jahren sind freiwillige Helfer der Haspa mit viel Freude und Engagement beim Weihnachtsmarkt im Michel im Einsatz.

Michael Seelig

Glühwein

Michel und Haspa gehören zusammen, findet Michael Seelig. Seit mehr als 25 Jahren sind freiwillige Helfer der Haspa mit viel Freude und Engagement beim Weihnachtsmarkt im Michel im Einsatz.

Das jährliche Konzert im Michel ist ein ganz besonderer Höhepunkt für die Michel-Mitarbeiter. Vor allem das Team der freiwilligen Helfer fiebert dem Ereignis entgegen, das sie seit nun 26 Jahren mit wenigen Ausnahmen jährlich feiern konnten. Auf ihrem selbst aufgebauten Markt dürfen sie am Abend nach dem Konzert glückliche Besucher bewirten – das macht ihnen mindestens so viel Freude wie den Gästen! Sie fühlen sich dem Michel eng verbunden, deshalb werden alle Gelder, die eingenommen werden, an den Michel gespendet. Mobile Verkaufsteams sind mit gut gefüllten Tabletts mit Glühwein mit und ohne Schuss in der brodelnden Besuchermenge unterwegs. Unfälle mit den gefüllten Bechern in der lauten und lachenden Menge sind vorprogrammiert, tun der weihnachtlichen und gelösten Stimmung aber keinen Abbruch. Das liegt am schönen und besinnlichen Konzert im Michel, am guten Miteinander und vielleicht auch ein wenig am Glühwein mit mehr oder weniger „Schuss“.

Verbinden auch Sie unvergessliche Stunden in der Weihnachtszeit mit dem Michel? Dann unterstützen Sie unseren Michel mit einer Spende. Damit wir am Michel die Weihnachtszeit weiterhin so schön gestalten können. 

Für den Michel SPENDEN
Helge Adolphsen

Heimweh

Wie stark in der Fremde die Sehnsucht nach der Heimat am Michel sein kann, hat der emeritierte Hauptpastor Helge Adolphsen hautnah erlebt.

Helge Adolphsen

Heimweh

Wie stark in der Fremde die Sehnsucht nach der Heimat am Michel sein kann, hat der emeritierte Hauptpastor Helge Adolphsen hautnah erlebt.

Jeden Abend, Punkt 20.55 Uhr stand sie uns gegenüber am geöffneten Fenster. Ich habe sie oft vom Hauptpastorat aus beobachtet. Wenn die Turmuhr um 21.00 Uhr schlug, begann der Michel-Türmer seinen Gute-Nacht-Choral in alle vier Himmelsrichtungen zu blasen. Dann hielt sie ihr Telefon aus dem Fenster. Ihre Tochter in München hatte Heimweh. Die Mutter erzählte, dass die Tochter häufig weine, aber sie brauche die vertrauten Klänge. Sie erinnerten sie an ihre schöne und behütete Kindheit. Ich denke an den Satz von Federico Fellini: „Niemand darf seine Wurzeln vergessen. Sie sind der Ursprung des Lebens.“

Fühlen auch Sie sich der Heimat nah, wenn Sie Turm des Michel nach einer Reise sehen? Dann unterstützen Sie die Michel-Stiftung mit einer Spende. Damit der Michel HEIMAT für vielen Menschen bleiben kann. 

Elke Pahl-Weber

Trost

Nach dem Verlust eines lieben Freundes während der Corona-Pandemie fand Elke Pahl-Weber im Michel „Trost, Ruhe und Versöhnung mit der Welt“, wie sie selbst sagt.

Elke Pahl-Weber

Trost

Nach dem Verlust eines lieben Freundes während der Corona-Pandemie fand Elke Pahl-Weber im Michel „Trost, Ruhe und Versöhnung mit der Welt“, wie sie selbst sagt.

Als unser Freund Prof. Dr. Christian Farenholtz am 3. Mai 21, mitten in der Pandemie, im Alter von 98 Jahren an einem Unfall starb, haben wir den Michel besucht, um einen Ort für gemeinsame Trauer zu suchen, der uns über viele Jahre vertraut war. Private Treffen, eine gemeinsame Bestattung waren in dieser Zeit nicht möglich. Aber zum Orgelpunkt-Konzert im Michel zu sitzen und die Orgel zu hören, das war für uns sehr tröstlich. Und dass gerade an diesem Tag Pastor Röder das Altarbild erläuterte, das Aufrechtstehen, war eine besondere Fügung, denn dies hat auch das Leben unseres Freundes auszeichnet. Es war eine Ansprache, die uns sehr berührt hat, weil sie zu unser aller Erinnerung von Christian passte.

Auch Sie haben im Michel einen besonderen Ort für Ihre Trauer gefunden? Dann unterstützen Sie unseren Michel mit einer Spende. Damit auch weiterhin Menschen TROST in unserem Michel finden.

Für den Michel SPENDEN
Gernot Schindler

Bewahrung

Die Sanierung alter, unter Schutz stehender Baudenkmäler lag dem Ingenieur Dr. Gernot Schindler am Herzen. Zur besonderen Aufgabe wurde die Sanierung des Michel.

Gernot Schindler

Bewahrung

Die Sanierung alter, unter Schutz stehender Baudenkmäler lag dem Ingenieur Dr. Gernot Schindler am Herzen. Zur besonderen Aufgabe wurde die Sanierung des Michel.

Der Michel steht für mich für das Gute und ist ein wahrer Hoffnungsort für alle Menschen, egal, welchen Trostes sie bedürfen. In Demut darf man stolz sein, an diesem Werk mitgewirkt zu haben.  2006 wurde ich Teil des Teams der Michel-Sanierung als Baukoordinator. Eine wunderbar hergerichtete Krypta, ein in Weiß und Gold erstrahlender Kirchenraum, komplett erneuerte Haustechnik, Fassadenausbesserungen, ein strahlend neues Kupferdach und als Höhepunkt fünf alte, neue Stimmen: die Orgelpracht von St. Michaelis! Alle, die mit Hand und Kopf am Bau beteiligt waren, waren es auch mit dem Herzen.

Nach 15 Jahren der Tätigkeit an einem so großartigen Gebäude und seines Umfeldes hinterlässt man auch persönliche Spuren; mir ist es Freude genug, dass ich sie allen meinen Enkeln zeigen konnte.

Liegt auch Ihnen die Bewahrung der Bausubstanz des Hamburger Michel am Herzen? Dann unterstützen Sie die Michel-Stiftung mit einer Spende. Damit auch kommende Generationen sich an einem lebendigen Wahrzeichen freuen können.

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Margret Silvester

Geborgenheit

Mit ihrer Harley waren Margret Silvester und ihr Mann immer auf Achse – und regelmäßige Besucher des Motorradgottesdienstes. Nach seinem Tod ist er ihr im Michel ganz nah.

Margret Silvester

Geborgenheit

Mit ihrer Harley waren Margret Silvester und ihr Mann immer auf Achse – und regelmäßige Besucher des Motorradgottesdienstes. Nach seinem Tod ist er ihr im Michel ganz nah.

Viele Jahre haben wir mit der Harley meines Mannes am Motorradgottesdienst teilgenommen – immer im Bewusstsein, dass auch wir einen Schutz benötigen, dass Motorradfahren eines Tages das Ende bringen kann, so dachten wir. Einen Unfall hatten wir nie, obwohl mein Mann Hunderte von Kilometern zur Arbeit fuhr. Wenn er morgens bei Sonnenaufgang den Michel erblickte, fühlte er sich schon geborgen, erzählte er oft und schrieb es in unser Nachtbuch.

Mit 65 Jahren wurde er dem Leben entrissen, in einem Haus, das heilen soll. Das kann ich nicht ändern, den eigenen Tod nicht kontrollieren. Aber einen gemeinsamen Wunsch konnten wir uns erfüllen und zu meinem Trost machen. Mit einer Gravur sind wir auf einer Michel-Tafel vereinigt. Wir dachten: man weiß nie, ob man das Glück hat, gemeinsam die letzte Ruhe zu finden.

Ich suche diesen Ort heute häufig auf – manchmal begleitet von unserer Tochter – und erinnere mich an gemeinsam verbrachte 43 Jahre. An ihn, den ich an meiner Seite hatte. Mein Freund, mein Partner, mein Geliebter, mein Ehemann. Dann zünde ich im Michel eine Kerze an und verharre in dieser Stille, die so guttut. Ich bin für diesen Ort unendlich dankbar.

Auch Sie sind im Michel einem geliebten Menschen ganz nah? Dann unterstützen Sie die Michel-Michel-Stiftung mit einer Spende. Damit der Michel auch weiterhin ein Ort der GEBORGENHEIT bleibt.

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André Givel

Heimweh

Am Michel verschenkte André Givel vor Jahrzehnten sein Herz an eine Hamburgerin. Seither hat er Sehnsucht nach dem Michel – auch wenn es kein Happy End gab.

Heimweh

Am Michel verschenkte André Givel vor Jahrzehnten sein Herz an eine Hamburgerin. Seither hat er Sehnsucht nach dem Michel – auch wenn es kein Happy End gab.

Der Hamburger Michel bedeutet mir sehr viel. Ich bin inzwischen ein alter Mann (Jg.1933) und obwohl ich in der Schweiz lebe, habe ich noch immer Heimweh nach Hamburg und nach dem Michel. Ich hatte nicht nur privat, sondern auch beruflich oft in Hamburg zu tun und lernte so die Stadt gut kennen. Ein Hamburger Mädchen brachte mich zum Michel; es war damals für mich nicht nur ein Flirt, es war viel mehr. Leider sollte nicht sein. Doch für mich ist der Michel immer der Ort geblieben, den ich besuchen muss, wenn ich in Hamburg bin; ich fühle mich dort geborgen.


Haben auch Sie am Michel Ihr Herz verloren? Dann unterstützen Sie die Stiftung St. Michaelis mit einer Spende. Damit unser Michel auch in Zukunft für LIEBE steht.

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Gerda Prehn

Thielicke

Der Michel mit seinen Pastoren ist Gerda Prehn sehr ans Herz gewachsen. Der Theologe und Michel-Prediger Helmut Thielicke beeindruckte sie besonders.

Gerda Prehn

Thielicke

Der Michel mit seinen Pastoren ist Gerda Prehn sehr ans Herz gewachsen. Der Theologe und Michel-Prediger Helmut Thielicke beeindruckte sie besonders.

Durch Prof. Dr. Thielicke, Rektor der Universität Hamburg, wurde der Michel in den 60er-Jahren zu einem wahren Anziehungspunkt von Hunderten von Studenten. Auch meinen Glauben hat er entschieden vertieft und geprägt. So habe ich viele seiner Bücher geradezu verschlungen. Auf ein Problem hin, bei dem ich ihn um Rat bat, hat er mir auf zwei langen Seiten persönlich geantwortet. Oft bin ich in der Mittagszeit von meinem Arbeitsplatz in der Baubehörde an der Stadthausbrücke zur Mittagsandacht gegangen. 1987 ist mein Sohn im Michel konfirmiert worden. 2008 wurde ich Mitglied im Michel, weil ich in meiner Kirche keine geistliche Heimat fand. Hier konnte und kann ich mich durch Kunst, Lichtbildervortrag und Literatur etwas einbringen.

Für den Michel SPENDEN
Annelore Bratek

Zuflucht

Schon als Kind hielt Annelore Settemeyer-Bratek Zwiesprache mit dem Luther-Denkmal, wenn es zuhause mal wieder Probleme gab. Am Michel findet sie bis heute Geborgenheit.

Annelore Bratek

Zuflucht

Schon als Kind hielt Annelore Settemeyer-Bratek Zwiesprache mit dem Luther-Denkmal, wenn es zuhause mal wieder Probleme gab. Am Michel findet sie bis heute Geborgenheit.

Ich bin in der Nachkriegszeit am Fuße des Michel aufgewachsen und war ein Schlüsselkind. Mein Vater war in Kriegsgefangenschaft und meine Mutter arbeitete bei einem Schiffsausrüster im Freihafen. Wir Kinder waren auf uns selbst gestellt. Das war nicht immer leicht. Wenn irgendetwas schief gegangen war und ich traurig durch die Straßen trottete, hatte ich immer nur ein Ziel: den Michel. Ich setzte mich auf eine Bank mit Blick zum Altar und redete mir ganz leise meinen Kummer von der Seele. Manchmal nur 10 Minuten, wenn es regnete aber auch länger. Oft saß ich auch beim Martin Luther Denkmal am Sockel oder turnte um ihn herum, während ich ihm Fragen stellte. Geantwortet hat er nie. Heute, 70 Jahre später, ist für mich der Michel immer noch Zufluchtsort. Ob in traurigen oder in freudigen Momenten. Sowie ich ihn betrete, fühle ich mich geborgen.

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