Auf diesem Bild steht ein großer Kinderchor auf einer Empore im Michel. © Bild: Miguel Ferraz Araújo

Die Singschule St. Michaelis

Junge Stimmen für den Hamburger Michel

In der Kinder- und Jugendsingschule St. Michaelis singen rund hundert Hamburger Kinder in drei verschiedenen Altersgruppen in Chören. Besondere Projekte wie unser Michel-Musical werden ausschließlich durch Spenden finanziert.
Die Singschule ist ein Kooperationsprojekt mit der Jugendmusikschule Hamburg. Neben dem Knaben- und Mädchenchor Hamburg ist die Singschule eines von drei Chorprojekten der Jugendmusikschule Hamburg. Das Besondere: Alle Hamburger Kinder können hier mitsingen!

Die Chorleitung

Seit 2022 leitet die erfahrene Chorleiterin Doris Vetter die Chorgruppen der Singschule. Dabei unterstützen sie zwei Gesangspädagoginnen, die die stimmliche Entwicklung der Kinder persönlich fördern, auf dem Gebiet der Einzelstimmbildung.

Mit Musik groß werden

Die Singschule bietet aktuell rund einhundert Kindern die Möglichkeit, als Gemeinschaft mit Musik groß zu werden.

 

Bereits im Kindergartenalter beginnen unsere Michelmäuse die ersten Versuche mit Tönen und Texten. Ein Eintritt in die Singschule ist in jedem Alter möglich; viele fangen bereits mit drei oder vier Jahren an. Nicht selten kommt noch das Kuscheltier zur Unterstützung mit, damit Mama oder Papa während der halben Stunde Probe draußen bleiben können. Für unsere Michelmäuse ist eine Chorprobe ohne ihre Eltern ein großer Schritt in die Selbstständigkeit, auf die sie stolz sind.
Unsere Jüngsten lernen spielerisch Melodien und Rhythmen kennen, die sie durch Bewegungen untermalen. Mit der Zeit festigen sich die Grundlagen zum gemeinsamen Singen, die Kinder entdecken ihre eigenen Stimmen und nehmen sich gegenseitig wahr. So wachsen die Michelmäuse nach und nach in die in die Kinderkantorei hinein.

 

 

Die Kinderkantorei beginnt im Grundschulalter. Kinder im Alter der 1. bis zur 4. Klasse tasten sich an Noten und mehrstimmige Stücke heran, einem bunten Mix aus geistlichen und weltlichen Liedern.


 

 

Ab der 5. Klasse wechseln Jugendliche in die Jugendkantorei. Hier stehen anspruchsvollere Chorstücke auf dem Probenplan. Dazu dürfen sie auch eigene Liedwünsche abstimmen, sodass ein vielseitiges Repertoire von klassischer Chorliteratur bis hin zu Popliedern entsteht.


Auf dem Bild lächeln zwei Mädchen in die Kamera.

Uns macht die Singschule viel Spaß, weil wir coole Projekte machen und schöne Lieder singen.

Yuna Klein (links) und Dora-Sophie Schubert

Der Michel – ein Ort für Musik und Gemeinschaft

In der Singschule passiert viel mehr als „nur“ Singen: Musik unterstützt die Entwicklung von Kindern, fördert das Gemeinschaftsgefühl und schenkt Freude. Singen kann ein Anker sein in einer Welt, in der der Leistungsdruck wächst und die Fähigkeit, sich auf den Moment zu konzentrieren, schrumpft. Die Kinder erleben die Singschule als neuen Erfahrungsort außerhalb des leistungsgeprägten Umfelds in der Schule.
Sie bietet ihnen Raum, um sich zu entwickeln, Freundschaften zu schließen, Neues auszuprobieren und manchmal über den eigenen Schatten zu springen.

 

Konzerte bilden einen aufregenden Teil des Chorlebens. Es ist für alle jedes Mal eine echte Herausforderung, im Altarraum des Michel zu stehen und die ganze Kirche mit der eigenen Stimme zu füllen.

Vor dem Konzert ist die Aufregung spürbar. Die Generalprobe liegt hinter den jungen Sängerinnen und Sängern, Sitznachbarn gehen noch einzelne Texte durch, leises Geflüster und Kichern erfüllt den Raum. 

Das Publikum schaut erwartungsvoll, die Blicke der Kinder suchen bekannte Gesichter. Dann wird es ganz still. Ein gegenseitiges Händedrücken versichert, dass sie nicht allein sind: Nun kann es beruhigt losgehen.

Auf diesem Bild lächeln zwei Mädchen in die Kamera.

Uns macht es richtig Spaß mit anderen zusammen zu singen und im Michel aufzutreten. Da kriegt man so viel Applaus und dann freut man sich einfach, dass man das gemeistert hat.

Yannika Grigat (links) und Amelie Kämtner

Die eigene Stimme entdecken


Individuelle Förderung in Form von Stimmbildung ist genauso wichtig wie die gemeinsamen Chorproben. Unsere Gesangspädagoginnen arbeiten ergänzend mit den Kindern und Jugendlichen für die Entfaltung einer gesunden und starken Stimme. So entwickeln die Chormitglieder den nötigen Stimmumfang, ein Gefühl für den richtigen Ton und etablieren einen gesunden Umgang mit ihrer Singstimme. Die Gesangs- und Atemübungen sind auf die individuellen Bedürfnisse der Kinderstimmen abgestimmt.  Diese Förderung hilft nicht nur dem Gruppenklang, sondern motiviert die Kinder dabeizubleiben.

Ihre Spende gibt Kindern eine Stimme

40 Prozent der Kosten für die Singschule können wir aus Elternbeiträgen decken. Die Kosten für die Stimmbildung und die Organisation von Proben und Konzerten werden aus Spenden finanziert. 
Dazu kommen besondere Projekte wie das Musical „Maxi und die Monsterorgel“, das nicht allein durch Eintrittsgelder realisierbar wäre. 

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Das Michel-Musical

Im Juni 2026 führen 250 junge Sängerinnen und Sänger das Chorprojekt Maxi und die Monsterorgel! - Eine musikalische Geschichte über eine heimatlose Orgel auf.

Wie hört es sich an, wenn der Blitz in den Michel einschlägt und ein Orgelkoloss heimatlos durch die Stadt irrt? 
Das hat Komponist Philipp Matthias Kaufmann für St. Michaelis in eine Komposition für Erzähler, großen Kinderchor und Sinfonieorchester umgesetzt. 
Gänsehaut, Monstertöne und muntere kleine Geschichten bieten spannende und vergnügliche Momente. Die Kinder- und Jugendsingschule St. Michaelis präsentiert dieses Singspiel, verstärkt durch Gastchöre und begleitet vom Orchester „Hamburger Camerata“, in zwei Aufführungen für die Schulgemeinde und einer öffentlichen Aufführung im Juni dieses Jahres. Neben den „Großen“ unserer Singschule singen fünf Gastchöre von Hamburger Schulen und Kirchengemeinden mit.

Die Rolle des Erzählers übernimmt Schauspieler Wanja Mues. Die Gesamtleitung hat Chorpädagogin Doris Vetter.

Bereits 2023 ist der Michel für das Musical-Projekt „Mareike spinnt“ an Hamburger Schulen gegangen, um Kinder für das Singen zu begeistern. Dieses Projekt hat uns allen so viel Freude bei Vorbereitung und Durchführung bereitet, dass St. Michaelis dem Komponisten Philipp Matthias Kaufmann den Auftrag zu einem neuen, auf den Michel zugeschnittenen Singspiel gab: „Maxi und die Monsterorgel!“ Drei Chöre des damaligen Projektes sind in diesem Jahr ein weiteres Mal dabei.

Für Sängerinnen und Sänger wird mit einem Stück, das eigens für sie komponiert wurde, ein Traum wahr. 

Für die Gastchöre ist es eine besondere Chance, einmal mit einem so großen Chor mitzusingen und darüber hinaus mit einem echten Sinfonieorchester in einem so einmaligen Gebäude auftreten zu dürfen.

Einmal im Michel singen! Viele entscheiden sich danach, es nicht bei einem Mal zu belassen. So konnten wir beim letzten Musical viele neue Mitglieder für die Singschule gewinnen und hoffen auch dieses Mal darauf, neue Stimmen und Gesichter begrüßen zu dürfen.

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