Nach dem Abschluss der Sanierung des Dach- und Turmgesimses haben die Handwerker des himmlischen Bautrupps im Herbst mit der Sanierung der Risse im Michel-Turm begonnen. Hierzu wurde eine neue Technik entwickelt, mit der rund um einen großen Riss auseinanderdriftende Mauern durch eine Stahlkonstruktion zusammengehalten werden. Links und rechts vom Riss werden drei Meter lange Stahlstangen – sogenannte Spiralanker - eingeklebt. Die gegenüberliegenden Stangen werden mit einer Spanvorrichtung verbunden, die die Mauern auf beiden Seiten des Risses zusammenzieht.
Auf dem zweiten Turmboden wurde die neue Technik erfolgreich erprobt. Mit 40 Tonnen Zugkraft wirkt das Gestänge dort den auseinanderdriftenden Rissen entgegen. Auf dem Foto sehen sie einen Riss im südlichen Treppenhaus, der mit der erprobten Technik stabilisiert wird. Die Arbeit in den Treppenhäusern wird einige Zeit dauern. Dann folgen weitere Turmböden. Die Innenarbeiten im Turm sind sehr umfangreich und werden bis ins Jahr 2027 dauern.
Mit den Außenarbeiten am Turm wird der himmlische Bautruppe im Mai 2026 beginnen. Für sechs Monate wird dafür ein 33 Meter hohes Gerüst aufgebaut. Vom Gerüst aus werden dann entlang der Risse mehrere hundert Spiralanker eingeklebt. Nach dem Einkleben werden die Risse von außen abgedichtet und fehlende Steine durch neu gebrannte Ziegel ersetzt. Nach Abschluss der Sanierung wird das geschädigte Mauerwerk durch hunderte Stahlstangen von innen und außen stabilisiert sein.
