Die Orgelanlage am Michel

Zu allen Zeiten verfügte die Hauptkirche St. Michaelis über herausragende Orgelwerke. So über die Orgeln von Arp Schnitger (1712 bis 1750), Johann Gottfried Hildebrandt (1767 bis 1906) und schließlich über die der Orgelbauwerkstatt Walcker & Cie (1912 bis 1945), letztere für eine gewisse Zeit die größte Kirchenorgel der Welt.

Schon in den 1950er Jahren gab es im Kirchenvorstand von St. Michaelis Überlegungen, bei einem notwendigen Neubau der Großen Orgel durch die elektrische Verbindung mit der Marcussenorgel auf der Konzertempore sich einem Idealzustand anzunähern. Sie wurden seinerzeit jedoch nicht umgesetzt.

Erst 2009 erfolgte eine umfangreiche Reorganisation der Orgelanlage durch die Renovierung der Großen Orgel, die stilgerechte Rekonstruktion der Konzertorgel und insbesondere durch den Neubau eines Fernwerkes, angelehnt an das damals berühmte Fernwerk der Walckerorgel. Auf der Konzertempore wurde ein Zentralspieltisch installiert, mit dem alle drei Orgeln verbunden sind.

Die heutigen Orgeln der Hauptkirche St. Michaelis bilden eine grandiose Anlage, die ihresgleichen sucht. Im Jahr 2009 und 2010 arbeiteten die Firmen Orgelbau Klais/Bonn und Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth gemeinsam an der Orgelanlage. Nach einer Bauzeit von nur zwei Jahren präsentiert sich die erneuerte Orgelanlage im Kirchenschiff des Michels in folgender Gestalt:

Die Große Orgel

Die Große Orgel auf der Westempore wurde 1962 von der Orgelbauwerkstatt G. F. Steinmeyer & Co. gebaut. Sie hat fünf Manuale, Pedal, 86 Register und 6.697 Pfeifen und ist die größte Kirchenorgel Hamburgs. Zu ihren Besonderheiten zählen der Zimbelstern und die 2015 eingebauten Röhrenglocken.
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Die Konzert-Orgel

Die Konzert-Orgel auf der Nordempore ist von 1914. Sie wurde zweimal renoviert, hat zwei Manuale, Pedal, 42 Register und 2.671 Pfeifen.
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Das Fernwerk im Dachboden

Das Fernwerk im Dachboden hat 17 Register und 1.222 Pfeifen. Über einen ca. 20 Meter langen Schallkanal werden die Töne zur Deckenrosette (Schallloch) in der Mitte der Kirchendecke in 27 Metern Höhe geführt. Die Orgel wird vom Zentralspieltisch aus gespielt. Die Deckenrosette wurde nach Originalplänen von 1910 nachgebaut. Besonderheiten sind das Hochdruck-Werk und eine sogenannte Regenmaschine, eine Trommel mit Kieselsteinen, die ein Geräusch von prasselndem Regen erzeugt.
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Der Zentralspieltisch

Vom beweglichen Zentralspieltisch (2009) auf der Nordempore können die Große Orgel, die Konzert-Orgel und das Fernwerk gespielt  werden. Er steht auf der Nordempore und ist verschiebbar.
Der Zentralspieltisch verfügt über fünf Manuale, 145 Register, zahlreiche Sonderfunktionen und elektrische bzw. elektronische Steuerung. Eingebaut ist eine Computeranlage für die Speicherung von Registrierungen.
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Die Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Orgel

Die Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Orgel wurde 2010 vom Freiburger Orgelbau Hartwig und Tilmann Späth gebaut. Sie hat 13 Register, 676 Pfeifen, zwei Manuale und Pedal. Ihre Besonderheit ist die Nachtigall.
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Die Krypta-Orgel "Felix Mendelssohn Bartholdy"

In der Krypta befindet sich die Krypta-Orgel "Felix Mendelssohn Bartholdy", ein romantisches Instrument der Firma Strebel von 1917 mit sieben Registern, 435 Pfeifen, zwei Manualen und Pedal. Durch die Kombination von Sub- und Superkoppeln ist eine erstaunliche Klang-Variabilität möglich.
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SPENDENKONTO

Hauptkirche St. Michaelis
IBAN: DE49 2005 0550 1226 1252 25 (HASPA)
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Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg
Englische Planke 1, 20459 Hamburg
Telefon: (040) 376 78-0, Fax: -310
Mail: info@st-michaelis.de

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