Die Krypta

Direkt unter der Hauptkirche St. Michaelis befindet sich die Gruftanlage, die unter dem Baumeister Ernst Georg Sonnin gebaut wurde, um innerhalb der Kirche Bestattungen vornehmen zu können. In der Zeit von 1762 - 1817 konnten reiche Hamburger Familien und Mitglieder von Bruderschaften, von Ämtern und Sterbekassen Grabstätten erwerben und wurden in der Gruft beigesetzt.


Insgesamt fanden hier mehr als 2000 Menschen ihre letzte Ruhestätte, die bekanntesten unter ihnen waren dabei Ernst Georg Sonnin und die städtischen Musikdirektoren Johann Mattheson und Carl Philipp Emanuel Bach. In diesem Rundgang möchten wir Ihnen die Besonderheiten der Krypta zeigen.


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Rundgang durch die Krypta

Austellungen

Die Krypta beherbergt neben den eindrucksvollen Gräbern auch noch zwei Ausstellungen. Die Michaelitica befasst sich mit der Geschichte der Kirche von ihren Anfängen bis in die Neuzeit, die zweite Ausstellung zeigt Grabfunde, die bei Sanierungsmaßnahmen in der Zeit von 2004 - 2008 gefunden und wissenschaftlich dokumentiert wurden.

 

Der Altar

Der Altar in der Krypta gehört zu den besonders herausragenden Stücken. Er steht örtlich gesehen direkt unter dem Altarraum der Hauptkirche. Hier finden kleinere Gottesdienste und Andachten statt.

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Altarbild

Das Altarbild des Bildhauers Fritz Fleer in der Krypta zeigt den jungen Jesus im Tempel. Diese Begebenheit des zwölfjährigen Jesus wird im Evangelium nach Lukas (Lk 2,41-52 EU) beschrieben. Maria und Josef zogen wie jedes Jahr mit ihrem Sohn zum Passahfest nach Jerusalem. Bei ihrer Rückkehr verloren sie ihren Sohn, der ohne ihr Wissen im Tempel zurückblieb. Nach drei Tagen fanden sie ihn, wie er mitten unter den Schriftgelehrten saß, ihnen zuhörte und Fragen stellte.

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Orgel

Seit dem 9. Oktober 2008 verfügt der Michel über eine neue Krypta-Orgel "Felix Mendelssohn Bartholdy".

In der Front des Raumes, hinter einer besonders gestalteten Wand, ist die Orgel aufgestellt. Es handelt es sich um ein romantisches Instrument des Orgelbauers Johannes Strebel aus dem Jahre 1917. Strebel war Schüler und Mitarbeiter der weltberühmten Orgelbauer Cavaillé-Coll, Ibach, Walcker und Steinmeyer. 1884 machte er sich in Nürnberg selbständig und baute rund 170 neue Orgeln.

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Sonnin

Ernst Georg Sonnin ist der Erbauer der St. Michaeliskirche. Zusammen mit dem Baumeister Johann Leonhard Prey begann er den Bau. Durch ständige Meinungsverschiedenheiten der beiden wurde das Bauvorhaben erheblich behindert.

Als Prey 1757 starb, führte Sonnin den Bau danach alleine fort. Der erst 15 Jahre nach der Kirchweihe begonnene und1786 vollendete Bau des Turmes ist allein sein Verdienst. Sonnin zeichnete sich beim Bau des Michels besonders durch seine kostensparenden Erfindungen und Einrichtungen um die technische Seite des Baus aus. Für den Transport von Materialien für den Turm entwarf er eine spezielle Auslegewinde, so dass kein Baugerüst eingesetzt werden musste.

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Totenwagen

Auch heute befinden sich in der Krypta noch gut erhaltene Sargkarren. Diese Totenwagen wurden zu Zeiten der Grablegungen in der Krypta als Transportwagen für die Särge genutzt.

Grab Bach

Das wohl bekannteste Grab in der Krypta ist das von Carl Philipp Emmanuel Bach, dem Sohn von Johann Sebastian Bach.

Nach dem Tod von Georg Philipp Telemann übernahm Carl Philipp Emanuel Bach das Amt des Hamburger Musikdirektors. Als dieser schrieb er Kirchenmusiken, Chorwerke, Klavierkonzerte, Sonaten, Orchestersinfonien, Konzerte für Flöte, Oboe und Cello sowie Orgelsonaten.

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Austellung Grabfunde

Im Jahr 2004 wurden unter wissenschaftlicher Leitung einige der Gruftkammern geöffnet und dokumentiert. Dabei fand man einige weniger gut erhaltene Särge, aber auch mehrere komplette Särge mit skelettierten Leichnamen in gut konservierten Gewändern und Textilen Sargausstattungen. Im 18. Und 19. Jahrhundert erwarben hier reiche Hamburger Familien auch Bruderschaften, Ämter und Sterbekassen Grabstätten. Die dabei gefundenen Grabbeigaben und Sargverzierungen sind von beeindruckender Schönheit.

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Ausstellung Michaelitica

Die Ausstellung in der Krypta befasst sich mit der Geschichte der Hauptkirche St. Michaelis. Von der ersten Grundsteinlegung bis heute dokumentiert die Ausstellung anhand verschiedener Exponate den Werdegang der Kirche, der durch mehrmalige Zerstörung und Wiederaufbau begleitet war.

 

SPENDENKONTO

Hauptkirche St. Michaelis
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KONTAKT

Hauptkirche St. Michaelis zu Hamburg
Englische Planke 1, 20459 Hamburg
Telefon: (040) 376 78-0, Fax: -310
Mail: info@st-michaelis.de

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